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Aus Betonwand wird ein wilder Garten

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Beeindruckend: Urlaubsstimmung kann auch zu Hause aufkommen. Foto: Dörr © Dörr

Die Kunst macht’s möglich: Die 85-jährige Christel Dörr aus Gießen hat sich eine »kleine Oase« geschaffen. Mit ihrem Gemälde hat sie sich Urlaubsstimmung nach Hause geholt.

Gießen (bl). Noch sind Sommerferien in Hessen - die perfekte Zeit also, um sich auch zu Hause ein bisschen Urlaubsatmosphäre zu zaubern. Das dachte sich jedenfalls die 85-jährige Christel Dörr und schuf sich kurzerhand selbst künstlerisch eine »kleine Oase«. Aus der an die eigene Terrasse angrenzenden Betonwand zum Nachbarn ist dabei ein wild bewachsener Garten mit Teich geworden. Und das Ergebnis, das die Seniorin angesichts des positiven Echos auch unseren Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten möchte, kann sich wahrlich sehen lassen.

»Das Motiv hat sich einfach so ergeben, ein Vorbild hatte ich nicht«, erzählt die Gießenerin im Gespräch mit dem Anzeiger. Entstanden sei ihr Gemälde »ratzfatz in drei Tagen« - mit Farbe für Außenfassaden aus dem Baumarkt.

In den 1990er Jahren belegte Christel Dörr für ein paar Semester Kurse in Malerei an der Volkshochschule. »Danach habe ich alles Mögliche mal ausprobiert und für die eigenen Wände viele Bilder gestaltet, je nachdem, worauf ich gerade Lust hatte, vor allem Landschaften und Blumen«, so die 85-Jährige.

Später habe die Familie sie mehr beansprucht und es blieb weniger Zeit für das Hobby. Doch inzwischen könne sie sich wieder stärker ihrer kreativen Ader widmen. Als ihre Tochter dann vorschlug »Du könntest mal die Wand aufhübschen«, ließ sich Christel Dörr nicht lange bitten. Herausgekommen ist - bei einer Fläche von zwei mal 3,50 Meter - zugleich das größte Kunstwerk, das sie je gemalt hat.

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