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Aus Irak für ein Semester an THM gekommen

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Für die meisten ist es die erste Auslandsreise überhaupt. © THM

21 junge Leute von der nordirakischen Universität Duhok beenden in Gießen ihr Bachelorstudium in Biomedizinischer Technik. Auch in umgekehrter Richtung ist ein Auslandssemester möglich.

Gießen (red). Mit dem Sommersemester der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) hat für 21 junge Frauen und Männer aus dem Nordirak auch eine besondere Lebensphase begonnen. Sie beenden hier ihr Bachelorstudium in Biomedizinischer Technik. Genauer gesagt, in Kliniken, Firmen und Forschungseinrichtungen in ganz Deutschland mit der THM als entsendender Hochschule. Für die meisten ist der etwa halbjährige Aufenthalt in Deutschland die erste Auslandsreise überhaupt, heißt es in einer Pressemitteilung. Als bislang größte internationale Gästegruppe seit Ausbruch der Corona-Pandemie wurden die jungen Leute nun vom International Office in Gießen begrüßt. »Ohne die große Unterstützung der University of Duhok, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und unseres Präsidenten Professor Matthias Willems wäre dieser Austausch nicht möglich geworden«, richtete sich Prof. Thomas Schanze vom Fachbereich Life Science Engineering an die Studierenden. Er ist mit seinem Kollegen Prof. Martin Fiebich für das Programm »SD-BIONIQ II« verantwortlich, in dessen Rahmen die THM mit der Universität in Duhok seit 2014 eine Partnerschaft zum Aufbau der entsprechenden Fach- und Lehrkompetenz im Nordirak pflegt.

Ziel ist es, dass künftig alljährlich eine ähnlich große Gruppe Studierender aus dem Irak nach Deutschland kommt. »Das geht natürlich ebenso andersherum«, lud Schanze an der THM Eingeschriebene ein, über ein Auslandssemester in der Autonomen Region Kurdistan nachzudenken. Derzeit befindet sich ein mittelhessischer Student in Duhok.

Die Gäste erhielten von Julia Böcher, Leiterin des International Office, und Robbin Clarissa Bastian, zuständig für die Betreuung internationaler Austauschstudierender, einen ersten Überblick über die THM und die Region. Tiefer ins Detail gehen Campusrundgänge, eine Stadtführung und ein intensiver Sprachkurs. Böcher bot die Hilfe der THM bei allen lebenspraktischen und fachlichen Fragen an. »Wenn Sie offen in diese Zeit gehen, kann der Aufenthalt eine der besten Phasen, wenn nicht die beste Phase Ihres Studiums, sein«, weckte sie bei den Neuankömmlingen Vorfreude auf die nächsten Monate.

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