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Auszeichnung für gemeinsame Batterieforschung

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Jürgen Janek © Red

Gießen/Marburg (red).Große Auszeichnung für die Batterieforschung am Forschungscampus Mittelhessen: Der in diesem Jahr erstmals vergebene und mit 250 000 Euro dotierte Greve-Preis der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina geht in diesem Jahr an Prof. Kerstin Volz und Prof. Jürgen Janek.

Der Physikerin der Philipps-Universität Marburg (UMR) und der Physikochemiker der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) teilen sich den Preis für »herausragende Leistungen im Bereich der naturwissenschaftlichen Grundlagen einer nachhaltigen Energieversorgung«, wie die Leopoldina mitteilte. Die Preisverleihung findet am 17. November 2022 im Rahmen eines Festakts im Hamburger Rathaus statt. In ihren gemeinsamen Arbeiten untersuchen Prof. Janek und Prof. Volz seit rund zehn Jahren die Vorgänge in Festkörperbatterien und erforschen Strukturveränderungen. Durch die Kombination von elektronenmikroskopischen und elektrochemischen Methoden konnten sie beispielsweise die Alterungsprozesse aufklären, die zu Leistungsverlusten von Batterien führen. Die beiden Forschenden freuen sich sehr über die Leopoldina-Auszeichnung, die von der Hamburgischen Stiftung für Wissenschaften, Entwicklung und Kultur Helmut und Hannelore Greve gestiftet wurde: »Diese Auszeichnung, die natürlich auch eine Auszeichnung für meine Arbeitsgruppe und ihre sehr engagierten Mitglieder ist, macht mich sehr glücklich«, sagt Prof. Janek. »Die naturwissenschaftlichen Grundlagen einer nachhaltigen Energieversorgung stellten schon immer mein zentrales Forschungsinteresse dar.« Seine Kollegin fügt hinzu: »Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung unserer gemeinsamen Forschung mit der Arbeitsgruppe von Jürgen Janek, die vor allem auch eine Anerkennung für mein gesamtes Team ist. Wir sind dadurch auch motiviert, weiterhin herausfordernde Fragestellungen anzugehen, um ungelöste Probleme im Bereich der Energie- und Kommunikationstechnologien zu lösen.« Die beiden Universitätspräsidenten aus Gießen und Marburg gratulieren dem Preisträger und der Preisträgerin sehr herzlich. JLU-Präsident Joybrato Mukherjee: »Jürgen Janek ist einer unserer profiliertesten Wissenschaftler, dem wir in der Material- und Energieforschung einen zukunftsweisenden Forschungsschwerpunkt verdanken. Wie wichtig diese Themen sind, bekommen wir in der aktuellen Energiekrise alle zu spüren - Jürgen Janek und Kerstin Volz haben die hohe Auszeichnung daher mehr als verdient. Und es freut mich umso mehr, dass der Preis gleichzeitig auch die gute Zusammenarbeit der mittelhessischen Universitäten in Gießen und Marburg würdigt.«

Prof. Jürgen Janek gehört seit Jahren zu den international führenden Experten auf dem Gebiet der Festkörperelektrochemie und der Untersuchung von Materialien für elektrochemische Technologien und Energiespeicher. Er leitet am Physikalisch-Chemischen Institut der JLU seit 1999 eine Arbeitsgruppe und ist geschäftsführender Direktor des Gießener Zentrums für Materialforschung (ZfM).

Kerstin Volz steht seit 2015 dem Wissenschaftlichen Zentrum für Materialwissenschaften als geschäftsführende Direktorin vor. Foto: JLU

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