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»Bachelor of Laws«: Idee für neuen Abschluss

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Wiesbaden (red). Das Land Hessen hat zur anstehenden Herbstkonferenz der Justizminister angeregt, einen »Bachelor of Laws« (LL.B.)-Abschluss einzuführen. Dieser Vorschlag wird auch vom hessischen Justizminister Prof. Roman Poseck unterstützt; er erklärt hierzu: »An einigen Fakultäten wird Jurastudierenden bereits der ›Bachelor of Laws‹ als zusätzlicher juristischer Abschluss angeboten.

Andere Fakultäten planen die Einführung eines integrierten ›Bachelor of Laws‹-Abschlusses oder diskutieren einen solchen zumindest.« Aus seiner Sicht könne ein solcher Abschluss, abhängig von seiner konkreten Ausgestaltung und als Ergänzung zu den juristischen Staatsprüfungen, »Chancen für die Studierenden der Rechtswissenschaften, die Universitäten und den Arbeitsmarkt mit sich bringen«.

Alternativer Weg

Ein integrierter »Bachelor of Laws« könne etwa eine alternative Studienmöglichkeit für Personen bieten, die mit ihrem Studium nicht die klassischen juristischen Berufe anstreben, sondern andere Berufsfelder, in denen sie neben juristischen Kenntnissen ihre im Profilfach erworbenen Zusatzqualifikationen und Praxiserfahrungen einbringen wollen. Rechtswissenschaftliche Fakultäten könnten sich zudem durch die Entwicklung eigener Schwerpunkte gegenüber anderen besonders auszeichnen und Anreize für eine zusätzliche Spezialisierung der Jurastudierenden schaffen.

»Dabei kann die Einführung eines zusätzlichen Bachelor-Abschlusses auch dazu beitragen, dass das ohnehin große Interesse der Studierenden aus dem In- und Ausland an rechtswissenschaftlichen Studienplätzen an deutschen Universitäten noch weiter verstärkt wird, wovon die Hochschulen in vielfacher Hinsicht profitieren können«, führt Poseck aus. Zugleich würde dieser akademische Grad den Absolventen die internationale Mobilität erleichtern, zeigt er sich überzeugt.

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