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Bär Paddington spricht Ukrainisch

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Flüchtlingsfamilien waren in Gießen zu einer kostenlosen Filmvorführung ins Kinopolis eingeladen worden.

Gießen (hsch). Hilfsbereitschaft und Solidarität sind angesichts des Kriegs in der Ukraine hierzulande keine Fremdwörter, und auch in der Stadt regt sich der Wunsch danach, zu helfen. Kinopolis-Geschäftsführer Enrico Sinner lud jetzt mehr als 300 Flüchtlingsfamilien und ihre Kinder zu einer Gratisvorstellung mit Popcorn und Getränken. Gestern um 15 Uhr lief »Paddington 2« - in gleich vier Sälen und in ukrainischer Sprachfassung.

Über 300 Anmeldungen liefen ein, das Echo war riesig. Stadträtin Astrid Eibelshäuser bedankte sich im Vorfeld im Namen der Stadt. In Stadt und Kreis seien mittlerweile etwa 2500 Menschen aus der Ukraine angekommen. »Dabei sind viele, viele Mütter mit Kindern.« Es sei für die Kleinen ganz wichtig, »einfach mal ein bisschen normalen Alltag zu erleben.« Beworben wurde das Ganze »ausschließlich durch soziale Medien und mit faszinierender Resonanz«.

Der Ausländerbeirat und das Büro für Integration Stadt Gießen haben beim Bewerben der Aktion mit der Kinokette Kinopolis kooperiert und freuen sich nun über einen großen Erfolg. »Das ist komplett eine Initiative von Herrn Sinner,« sagte Maria Hutsylo, Geschäftsführerin des Ausländerbeirats. »Er hatte diesen wunderbaren Einfall. Das ist bei uns super angekommen.«

»Wir waren von der Rückmeldung total überrascht,« sagte der so gelobte Kinopolis-Chef. Er könne sich nun vorstellen, noch einmal eine ähnliche Aktion zu veranstalten. »Wir hatten ja schon vor längerer Zeit darüber nachgedacht, etwas für die Flüchtlinge zu machen, wussten aber nicht, wie wir an die Zielgruppe herankommen.« Das ist nun geglückt. Und es ist nicht die erste Hilfsaktion: »Wir haben ja den Klitschko-Film gezeigt und dabei Spendengelder gesammelt. Wir sind immer dafür zu haben, leidende oder in Not geratene Menschen zu unterstützen.«

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