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Baustopp wegen ungesicherter Baugrube

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Diese Baugrube birgt ein zu großes Gefährdungspotenzial. Foto: RP Gießen © RP Gießen

Gießen (red). Sicherheit auf Baustellen ist das A und O, insbesondere wenn es um die Absturzsicherung geht. Fehlt sie, kann das zu lebensgefährlichen Konsequenzen führen. Deshalb achtet das Regierungspräsidium Gießen mit seinen Baukontrolleuren darauf. Im Bereich Schiffenberger Weg sind sie nun auf einen gravierenden Fall gestoßen, der zu einem Baustopp führte, teilt die Behörde in einer Presseerklärung mit.

Auf der Baustelle sollten zwei Zisternen versetzt werden. Dazu hatten Bauarbeiter eine gut vier Meter tiefe Baugrube ausgehoben - ohne diese zu sichern.

»Bei seiner Kontrolle fielen Baukontrolleur Jörg Heller sofort die zu steilen Baugrubenwände ins Auge, die aus Platzgründen nahezu senkrecht ausgebaggert wurden. Außerdem waren die Bereiche direkt neben der Baugrube nicht mit einem Geländer gesichert«, heißt es weiter. Zum Schutz der Arbeiter verfügte er einen sofortigen Baustopp.

Hintergrund dieser Maßnahme ist: Bei Baugruben, die tiefer als 1,25 Meter sind, ist der Unternehmer verpflichtet, die Grubenwände gemäß vorliegender Bodenklasse »abzuböschen«, wie es in der Fachsprache heißt. Im vorliegenden Fall hätte die Baugrubenneigung maximal 60 Grad betragen dürfen oder mit sogenannten Verbaugeräten gesichert werden müssen. Eine zusätzliche Gefährdung stellen Absturzhöhen von mehr als zwei Metern dar. Die Arbeiten durften erst fortgeführt werden, nachdem die Baugrubenwände gemäß den Vorschriften abgeböscht und die erforderliche Absturzsicherung vorschriftsmäßig errichtet worden war. Neben der bereits erteilten kostenpflichtigen mündlichen Anordnung erwarte den Bauunternehmer ein Ordnungswidrigkeitsverfahren mit einem Bußgeldrahmen von bis zu 5000 Euro.

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