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»Befürchten instabile Lage«

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Rainer Schwarz © IHK

Der Krieg in der Ukraine könnte sich auch auf die wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis Gießen auswirken. IHK-Präsident Rainer Schwarz befürchtet eine »instabile Lage«.

Gießen (paz). Die Eskalation im Ukraine-Konflikt wird auch für die heimische Wirtschaft Kon-sequenzen haben. »Aktuell sind die wirtschaftlichen Auswirkungen der Entwicklungen in Russland und der Ukraine auf den IHK-Bezirk noch nicht zu überblicken. Es gibt allerdings durchaus eine Reihe von Firmen im Landkreis Gießen, im Wetteraukreis sowie im Vogelsbergkreis, die nach Russland exportieren«, betont Rainer Schwarz, Präsident der IHK Gießen-Friedberg, auf Anfrage des Anzeigers. Die Palette sei dabei breit gestreut und reiche von Maschinenbau über Bauwirtschaft bis hin zum Großhandel. »Wir befürchten eine instabile Lage, die im weiteren Verlauf nicht nur die Preise von Gas und Öl nach oben treiben wird. Auch sehen wir, dass die Unsicherheit, die sich ausbreitet, die Unternehmen ausbremst.« Dies gelte erst recht vor dem Hintergrund eines »nie dagewesenen inszenierten Angriffskrieges von Wladimir Putin auf einen souveränen Staat mitten in Europa, der jegliches Vertrauen auf völkerrechtliche Normen und eine geltende Weltordnung und damit auch Wirtschaftsordnung zerstört hat«. Dieses Vertrauen zurückzugewinnen, werde eine der schwierigsten Herausforderungen über Jahre hinweg sein.

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