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Beim Singen kennengelernt

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Diamanthochzeit feierten Inge und Siegfried Schleicher. © Jung

Gießen (kg). Vor 60 Jahren gaben sich Inge und Siegfried Schleicher in der Pankratiuskapelle das Ja-Wort vor Pfarrer Geißler. Ihre Diamanthochzeit feiern sie im Restaurant »Rustico« in Heuchelheim mit der Familie, Verwandten und Freunden.

Siegried Schleicher kam 1936 in Eckstedt, einer Gemeinde in Thüringen, zur Welt. Er absolvierte dort eine Ausbildung in der Landwirtschaft und kam 1955 nach Gießen. Zunächst arbeitete er in seinem Beruf als Landwirt auf dem Oberen Hardthof. Später wechselte er zum Stadtreinigungs- und Fuhramt der Stadt und war als Lkw-Fahrer von Absetzkippern unterwegs. Mit dem Fahrrad erreichte er schnell seinen Arbeitsplatz. Nach einer Beschäftigungszeit von 40 Jahren ging er 1996 in Rente.

Das Paar lernte sich zufällig bei einer Ausflugsfahrt des Gesangvereins, in dem beide sangen, kennen. Inge Schleicher kam 1942 in der Neustadt zur Welt, die Familie verlor am 6. Dezember 1944 beim schweren Bombenangriff ihre Wohnung. Die Diamantbraut arbeitete 30 Jahre im Schlachthof, der sich nicht weit von ihrem Haus befand und versorgte den Haushalt und die Familie. Seit der Heirat 1962 lebt das Paar im Haus, das die Eltern von Inge Schleicher gebaut haben und das erweitert wurde. Die gesamte Familie sang beim längst aufgelösten Volkschor »Frohsinn Quartett«. Die Diamanthochzeiter sind Mitglieder bei der Bürgervereinigung Sachsenhausen und zählen zu den Gießener Fünfzigern, wo sie aktiv mitwirken. Die Leidenschaften von Siegfried sind der Garten und das Lösen von Kreuzworträtseln.

Gemeinsame Reisen, auch auf dem Schiff, unternahm das Paar gerne. Zur Familie zählen zwei Kinder und ein Enkel. Die Glückwünsche der Stadt überbrachte Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher, der bei seiner ersten Amtshandlung dieser Art auch die Wünsche der Landrätin und des Hessischen Ministerpräsidenten überbrachte.

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