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Beim Wasserabfluss hapert es

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Von: Rüdiger Schäfer

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Mitglieder des Gießener Anglervereins sind mit dem Abfischen des Schwanenteichs beschäftigt. Foto: Schäfer © Schäfer

Die Stadt Gießen hat mit Unterstützung des Anglervereins damit begonnen, den Schwanenteich abzufischen. Doch die Maßnahme läuft offenbar nicht so reibungslos wie erhofft.

Gießen. Die Stadt Gießen hat am Samstag begonnen, den Schwanenteich abzufischen. Bereits in den Tagen zuvor war eine beträchtliche Menge des Teichwassers in die Wieseck abgelassen worden. Doch am Samstag lief das restliche Wasser offensichtlich nicht wie erhofft ab, sodass der Einsatz am Sonntag fortgesetzt werden musste. Während im hinteren, dem nordöstlichen Teil, das Wasser bis auf den Grund abgelaufen war, staute es sich vor der Brücke. Mit Pickel und Schaufel wurden deshalb im Schotterbett Rinnen geschaffen. Doch auch direkt an der Plattform verhinderte zu viel Schlamm das Abfließen in die Wieseck. Nähere Auskünfte waren vor Ort nicht zu bekommen. Am Sonntag hieß es dann von dem für Planung und Neubau von Oberflächengewässern zuständigen Mitarbeiter des Gartenamtes, weitere Informationen könnten frühestens am heutigen Montag nach Gesprächen mit den Gutachtern gegeben werden.

THM-Plattform fast hermetisch abgeriegelt

»Um für einen reibungslosen Verlauf der Arbeiten zu sorgen und Beeinträchtigungen von Passanten vermeiden zu können«, hatte die Stadt im Vorfeld mitgeteilt, den Dammweg inklusive des Zugangs zur Brücke über dem Schwanenteich sperren zu wollen, ebenfalls den Bereich zwischen dem Brückenzugang und dem Radweg parallel zur Eichgärtenallee. Doch stattdessen war am Samstagmorgen lediglich der Bereich um die THM-Plattform fast hermetisch abgeriegelt worden. Der Pressevertreter, der diese durch eine Lücke in der Absperrung zwecks Berichterstattung betreten hatte, wurde sogleich von dem Gartenamtsmitarbeiter angemahnt, dass er »hier nichts zu suchen« habe, und des Areals verwiesen. Auch mit Fotos von dieser im öffentlichen Auftrag erfolgten und im öffentlichen Interesse stehenden Aktion war er zunächst ebenso wenig einverstanden wie der involvierte Fischereibiologe und die beteiligten Angler. Für eine mögliche Beschwerde wurde der Pressevertreter zudem aufgefordert, seine Personalien zu nennen.

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Auch Teichmuscheln werden geborgen. Foto: Schäfer © Schäfer

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