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Beschäftigungsquote erhöhen

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Gießen (red). Während ihrer »Tour durch Hessen« standen auch Wetzlar und Gießen auf dem Reiseplan von Rika Esser. Sie ist die Beauftragte der hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen. Esser besuchte in Gießen unter anderem den Integrationsfachdienst (IFD).

Mit Geschäftsführer Horst Mathiowetz und seinem Team sprach sie über die Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung in hessischen Betrieben und die besonderen Bedarfe von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und Hörbehinderungen im Vermittlungsprozess. Esser ist die Erhöhung der Beschäftigungsquote von Menschen mit Schwerbehinderung ein großes Anliegen und will verstärkt mittelständische Betriebe einbeziehen. Sie informierte sich daher auch über die bereits bestehenden Netzwerke in Mittelhessen, bei denen der IFD maßgeblich beteiligt ist. Martin Schmidt, Alexandra Hüge und Christiane Knipp informierten über die breite Aufstellung des IFD Gießen /Wetzlar.

Neben der Vermittlung der Menschen in Arbeit auf den allgemeinen Arbeitsmarkt unterstützt der IFD die Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Unterstützungsbedarf. Der zweite große Schwerpunkt ist die nachhaltige Sicherung bestehender Arbeitsverhältnisse. Betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden berufsbegleitend unterstützt und beraten. Aber auch die Beratung und Begleitung von Führungskräften in Betrieben ist in diesem Sinne eine Aufgabe des IFD. Daher sind die Fachkräfte des IFD nicht nur in der Nachbetreuung, Krisenintervention und psychosozialen Beratung tätig. Sie stehen ebenso als Ansprechpartner für Arbeitgeber zur Verfügung und bieten Schulungen, beispielsweise zum Thema seelische Gesundheit im Betrieb an. Die psychosozialen Folgen der Corona-Pandemie sind in vielen Betrieben spürbar, präventive Ansätze daher immer wichtiger.

Der Besuch von Rika Esser hat die Bedeutung der vielen Leistungen des Integrationsfachdienstes herausgestellt, der vom Integrationsamt Hessen sowie weiteren Reha-Trägern finanziert wird, heißt es abschließend vom IFD.

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