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Bilanzsumme über 10 Milliarden Euro

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Die Zentrale der Volksbank Mittelhessen im Schiffenberger Tal. Archivfoto: Friese © Katrina Friese

Trotz Pandemie-Bedingungen bilanziert die Volksbank Mittelhessen für das vergangene Jahr ein kräftiges Wachstum. 5,5 Prozent Dividende sollen ausgeschüttet werden.

Gießen (red). Die Volksbank Mittelhessen beendet auch das Geschäftsjahr 2021 mit einem mehr als soliden Ergebnis: Zum Jahresende steigt die Bilanz von 9,2 Mrd. Euro auf 10,1 Mrd. Euro, wie das Geldinstitut mitteilt. Das entspricht einem überdurchschnittlichen Wachstum von 10,5 Prozent. Die Bilanz der Volksbank Mittelhessen erreicht erstmals in ihrer Geschichte eine zweistellige Milliardensumme. Getragen wird die Genossenschaft in ihrer positiven und nachhaltigen Entwicklung von 200 660 Mitgliedern, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt.

»Im vergangenen Jahr schien endlich Licht am Ende des Tunnels sichtbar. Der konjunkturelle Dip war aufgeholt, wenn auch weniger schwungvoll als erhofft. Doch die Pandemie kehrte zurück und das mit voller Wucht. Gleichzeitig setzten zunehmender Rohstoffmangel und Lieferengpässe die Unternehmen unter Druck«, resümiert Vorstandssprecher Dr. Peter Hanker. »Doch auch wenn die Unsicherheit für Unternehmen wie Privatleute nach wie vor groß sind, dürfen sie sich auf ihre Volksbank Mittelhessen als starken Partner verlassen. Mit der Kraft einer ganzen Region stehen wir unseren Mitgliedern, Mittelständlern und Privatkunden fest zur Seite. Wir sind die Konstante, mit der sie immer rechnen können.«

Auf der Passivseite der Bilanz verzeichnet die Volksbank Mittelhessen laut eigenen Angaben einen Anstieg der Kundeneinlagen von 7,3 Mrd. Euro auf 8,2 Mrd. Euro. Nach wie vor seien die Anleger zurückhaltend bei privaten Anschaffungen oder im Konsum. Liquidität wird dauerhaft zinslos geparkt, die Sparquote bleibt hoch. Was viele Anleger dabei nicht bedenken würden, ist der enorme Kaufkraftverlust infolge einer Rekordinflation. Die Volksbank Mittelhessen empfiehlt ihren Kundinnen und Kunden daher intelligente Anlagealternativen gerade aus dem Bereich der Wertpapiere und Fonds. Der DAX ging am Jahresende mit 15.885 Zählern deutlich gestärkt aus dem Handel. Der wichtigste deutsche Leitindex war im Januar mit 13.718,78 Zählern gestartet. Das Kundendepotvolumen ist im Geschäftsjahr 2021 von 879 Mio. Euro auf 1.052 Mio. Euro angestiegen.

Die deutsche Wirtschaft und auch die Unternehmen in Mittelhessen haben Corona bislang erstaunlich gut gemeistert, so die Einschätzung der Volksbank. Die anfangs befürchtete Pleitewelle ist ausgeblieben.

Das Kreditvolumen ist im Geschäftsjahr kräftig von 5,7 Mrd. Euro um 629 Mio. Euro bzw. 11,1 Prozent auf 6,3 Mrd. Euro gewachsen, geht aus dem Geschäftsbericht hervor - die logische Folge von mehr als 1,7 Mrd. Euro Neukrediten im Jahresverlauf. Im gleichen Zeitraum wurden bestehende Kredite mit 1,0 Mrd. Euro getilgt. Das Kreditvolumen im Privatkundensegment hat einen Anteil von 37,5 Prozent, das Firmenkundensegment einen Anteil von 62,5 Prozent.

Trotz der ungünstigen Zinslage am Markt betrug das Zinsergebnis im Jahr 2021 139 Mio. Euro (2020: 126 Mio. Euro). Der Ergebnisbeitrag aus Provisionen konnte im Berichtsjahr um 1 Mio. Euro auf 59 Mio. Euro verbessert werden.

Auf der Kostenseite summierten sich die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen auf 116 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Kosten um 3 Mio. Euro gesenkt werden. Die Cost-Income-Ratio als wichtigste Kennzahl wirtschaftlicher Effizienz bewegte sich bei 61,2 Prozent.

Im Geschäftsjahr 2021 gab es eine Bewertungsänderung bei der Berechnung von Pauschalwertberichtigungen für das Bewertungsergebnis Kredit in Höhe von -11,7 Mio. Euro, aufgrund dessen das gesamte Bewertungsergebnis in der Summe bei -11,4 Mio. Euro liegt. Ohne diese Bewertungsänderung hätte die Volksbank Mittelhessen ein Bewertungsergebnis von +0,3 Mio. Euro erzielt. In konstruktiver Zusammenarbeit mit der Volksbank Mittelhessen haben die mittelhessischen Unternehmen die bereits zwei Jahre andauernde Krise hervorragend gemeistert, wird betont.

Laut der vorläufigen Zahlen erreicht die Volksbank Mittelhessen im Geschäftsjahr 2021 ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit nach Bewertung in Höhe von 66 Mio. Euro nach 58 Mio. Euro im Jahr zuvor. Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank Mittelhessen werden der Vertreterversammlung die Auszahlung einer Dividende in Höhe von erneut 5,5 Prozent vorschlagen, um die Mitglieder von der positiven Geschäftsentwicklung direkt teilhaben zu lassen. Zudem hat die Voba 2021 Fördermittel von rund 1,2 Millionen Euro an heimische Vereine und soziale Initiativen vergeben.

Corona-bedingt wurden die traditionell im Januar startenden Mitgliederversammlungen abgesagt. Der VolksbankTalk in den Kreisstädten Gießen, Wetzlar, Marburg und Friedberg bleibt bis auf weiteres terminiert. Angemeldete Mitglieder und Gäste werden über Änderungen informiert. Aktuelle Informationen sind unter www.volksbank-events.de zu finden

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