1. Startseite
  2. Stadt Gießen

»Biologie des Geistesblitzes«

Erstellt:

giloka_1001_drhenningbec_4c
Das Gehirn ist wie ein Orchester, erklärte Dr. Beck den 250 Zuhörern. Foto: THM © THM

Wetzlar (red). Erfolgreiche Premiere bei StudiumPlus: Rund 250 interessierte Zuhörer sind der Einladung zur ersten Weihnachtsvorlesung des dualen Studienprogramms der Technischen Hochschule Mittelhessen und des CompetenceCenters Duale Hochschulstudien (CCD) in die Wetzlarer Buderus Arena gefolgt.

Unter dem Titel »Biologie des Geistesblitzes« ließ Neurowissenschaftler und Bestseller-Autor Dr. Henning Beck das begeisterte Publikum aus Unternehmensvertretern, Hochschullehrenden, Studierenden, Lehrkräften von Schulen und zahlreichen Schülerinnen und Schülern hinter die Kulissen des Gehirns blicken.

Spannend, unterhaltsam und mit viel Humor berichtete Beck, Deutscher Meister im Science Slam, wie unser Gehirn Informationen und Wissen organisiert, dass ein großer Unterschied zwischen Lernen und Verstehen besteht und warum es wichtig ist, mit bestehenden Denkmustern zu brechen, damit neue gute Ideen entstehen.

Wissen sei die Fähigkeit, mit Informationen umzugehen, sie in neue Zusammenhänge zu bringen und damit Neues zu entwickeln, erklärte der renommierte Hirnforscher. Dabei sei das menschliche Gehirn der mit Millionen von Daten trainierten künstlichen Intelligenz (KI) weit überlegen. Beck verglich das Gehirn mit einem Orchester, erst im Zusammenspiel der Nervenzellen entstünden Gedanken, Ideen, Emotionen oder Erinnerungen. KI werde den Menschen mit seinem konzeptionellen Denken, einer »mentalen Geheimwaffe«, nicht ersetzen können. Entscheidend für Wissen und Verstehen sei es Fragen zu stellen - und das taten die Zuhörer im Anschluss an das Referat.

StudiumPlus setze in seinen dualen Studiengängen auf innovative Lehr- und Lernformate, allen voran im neuen Master Future Skills und Innovation, in dem Wissen praxisnah in Projekten vermittelt wird, hatte zum Auftakt der Veranstaltung der Leitende Direktor des Zentrums Duales Hochschulstudium (ZDH), Prof. Dr. Jens Minnert, erklärt. Der CCD-Vorstandsvorsitzende Uwe Hainbach griff in seiner Begrüßung den Titel der Weihnachtsvorlesung auf: »Wir haben große Aufgaben vor uns. Wir brauchen wissenschaftlichen Diskurs und einen Geistesblitz«.

Auch interessant