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Wo und unter welchen Bedingungen werden sich die Gießen 46ers in Zukunft mit ihren Gegnern messen? Archivfoto: Schepp

Profisport

Bleiben Gießens Basketballer in der Osthalle?

Grüne , SPD und Gießener Linke stellen 100 000 Euro für ein Gutachten im Haushalt ein, das den Erhalt des Basketballstandorts überprüfen soll.

Gießen (olz). Dass er die Standortfrage für den Gießener Bundesligabasketball nicht auf die lange Bank schieben will, hat Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher bereits an seinem ersten Arbeitstag deutlich gemacht. Und die Koalition aus Grünen, SPD und Gießener Linke hat im Rahmen des Haushaltes 2022 auch gehandelt: 100 000 Euro haben die Partner für ein Gutachten zur »Prüfung des Erhalts des Basketballbundesligasports« auf den Weg gebracht. Teile der Opposition wären gern einen anderen Weg gegangen, konnten sich aber im Stadtparlament nicht durchsetzen.

Wie geht es weiter mit der Osthalle? Die Antwort der CDU im Rahmen einer Änderungsliste zum Haushalt 2022: Die Fraktion hätte für die Modernisierung der Halle gern fünf Millionen Euro als sogenannte Verpflichtungsermächtigung eingestellt. Mit den Christdemokraten stimmten Freie Wähler, FDP und AfD - bei Enthaltungen von Gigg+Volt sowie Die Partei scheiterte der Antrag an der Koalitionsmehrheit.

Diese Mehrheit stand zwar bei der Abstimmung über die 100 000 Euro für das Gutachten - allerdings nicht widerspruchslos: Martina Lennartz von der DKP votierte gegen die Koalitionskollegen, deren Mehrheit dadurch indes nicht gefährdet war. Die Idee eines Gutachtens ist übrigens nicht neu. Es gibt eine bislang nicht öffentlich vorgestellte Machbarkeitsstudie zum Neubau einer Multifunktionsarena. Sie beziffert die Kosten für ein neues Gebäude auf rund 40 Millionen Euro. Mit 20 Millionen Euro sind die Pläne, die von den Verantwortlichen der Gießen 46ers im Oktober für die Osthalle veröffentlicht worden sind, deutlich günstiger. Mit Unterstützung des Planungsbüros »blfp« haben sie ein Konzept präsentiert, nach dem die Halle umgebaut und erweitert würde.

Platz für rund 5000 Zuschauer

Durch den Umbau würden insgesamt vier bis sechs Felder entstehen. Rund 5000 Zuschauer hätten künftig Platz in der traditionellen Heimspielstätte, die dann etwa auch mit Kraft- und Physioräumen sowie Platz für die Akademie und die Geschäftsstelle ausgestattet wäre.

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