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Blick in Malstuben und Werkstätten

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Wettenbergs Bürgermeister Marc Nees (2.v.r.) mit den Initiatoren Reiner Packeiser (r.), Michael Ackermann und Erstem Beigeordnetem Ralf Volgmann (l.). Foto: privat © privat

Erstmals findet am 25. September ein Tag des offenen »ARTeliers« im Gleiberger Land statt. Die Bürgermeister der beteiligten Kommunen haben die Schirmherrschaft übernommen.

Wettenberg (red). Vorschusslorbeeren gibt es reichlich, nun braucht es das Publikum: Für Sonntag, 25. September, von 12 bis 19 Uhr laden 21 Künstler zu einem ersten Tag des offenen Ateliers im Gleiberger Land ein. Die Schirmherrschaft für die Premiere haben die Bürgermeister dieses Landstrichs nordwestlich von Gießen übernommen.

Die aus den Reihen der Akteure angestoßene Veranstaltung sei »in ihrer ganzen Breite dazu angetan, der ohnehin gern gelobten Lebensqualität in unserem Landstrich an der Lahn buchstäblich einen weiteren Farbtupfer zu verleihen«, schreiben Patricia Ortmann, Lars Burkhard Steinz, Peter Gefeller und Marc Nees in ihrem Grußwort.

Der Tag des offenen Ateliers - wobei hier wortspielend von ARTeliers die Rede ist - ist keine Unterhaltungsveranstaltung im klassischen Sinn, kein Event. Es geht ohne öffentliche Beschallung und Bewirtung ab, ohne Entertainment. Vielmehr wollen die Künstler und Kunstschaffenden ohne große Umstände die Orte zugänglich machen, an denen aus ihren Händen, mit ihrem Können und aus der Tiefe ihrer Emotionen all das entsteht, was man ein stimulierendes Gemälde und eine überzeugende Zeichnung nennt, eine aussagekräftige Fotografie, eine filigrane Skulptur oder etwa eine ungewohnte Installation.

Das Publikum ist eingeladen in Malstuben und Werkstätten sowie - auch das ergibt sich aus dem gewählten Ansatz - in die ansonsten privaten Schauräume der Künstlerinnen und Künstler. Angesprochen fühlen sollten sich nach Ansicht der Initiatoren nicht allein angestammte Ausstellungsbesucher. »Der Tag der offenen Ateliers ist ideal, um auch Kindern einmal ohne viel Ablenkung zu zeigen, wie und wo ›Bildnerisches‹ im weitesten Sinn entstehen kann«, sagen sie. Der Blick hinter die Kulissen des Kunstschaffens sei auf jeden Fall anregend und im besten Sinne bildend.

Ein Faltblatt gibt Auskunft darüber, wer in den fünf Nachbargemeinden einlädt für den 25. September von 12 bis 19 Uhr. Ebenso tut dies - samt Routenplaner - die Internetseite www.ateliers-gleiberger-land.de.

Aus Biebertal beteiligen sich Bernd Goecke (Malerei, Zeichnung), Jörg Schlierbach (Malerei, Zeichnung), Kornelia Wack-Wattenbach (Malerei und mehr) und Barbara Ritzkowski (Fotografie).

In Wettenberg zu finden sind Reiner Packereiser (Malerei) und Michael Ackermann (Mischtechniken und Handdrucke), Cornelia Holländer (Fotografie, Schmuck) und Heidi Rautenhaus (Skulpturen), Barbara Yeo-Emde (Fotografie) und Dieterich Emde (Malerei, Zeichnung), Horst Wolcke (Fotografie) und Johannes Eucker (Malerei, Skulptur), Mechthild Trimborn (Malerei, Papierschöpfungen u.a.) und Erhard Waschke (Digitalgrafik), Susanne Voos (Malerei, Grafik) und Manuela Feister (Wand-Malerei).

Aus Heuchelheim sind Georg Baumhakl (Malerei), Henrik Wienecke (Bildhauerei, Plastik) sowie die Schuckdesignerinnen Ilona Herbst / Tina Spieler dabei. Zuguterletzt freuen sich Bernd Rosenbaum (Malerei, Skulpturen) in Ruttershausen und Christel Dern (Malerei, Plastiken) in Mainzlar über interessierte Besucher. Reiner Packeiser und Michael Ackermann aus Krofdorf-Gleiberg, bei denen die Projektidee für den Tag der offenen Ateliers im Gleiberger Land reifte, freuen sich ungemein, gleichwohl legen sie die Messlatte nicht zu hoch: »Erst einmal eine Basis schaffen und unaufgeregt schauen, in welchem Umfang und aus welchem Einzugsgebiet wir Publikum gewinnen können für dieses etwas andere Format einer Kunstausstellung.«

Einerseits solle mit dieser Schau eine regionale Vielfalt und Qualität entdeckbar gemacht werden, andererseits eröffne man den Besuchern unmittelbare Einblicke in künstlerisches Schaffen, in den kreativen Prozess. Außerdem wolle man zum Gespräch anregen.

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