Bombensondierungen in Gießen verschoben

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GIESSEN - (olz). Eigentlich sollten in der kommenden Woche im Bahnhofsbereich hinter der neuen Post Sondierungen auf Weltkriegsbomben stattfinden. Denn die Stadt plant dort die Errichtung neuer Fahrradabstellanlagen. Voruntersuchungen in dem Gebiet haben 16 metallische Funde ergeben - vom rostigen Nagel über alte Eimer bis zu Blindgängern sei alles möglich.

Katastrophenschutz

Doch am Dienstagmittag hat die Stadt die Maßnahme auf unbestimmte Zeit zurückgestellt. Denn dafür notwendige Kräfte des Katastrophenschutzes sind als Helfer in die Hochwassergebiete im Westen aufgebrochen. "Die Sondierungen konnten in den vergangenen Monaten wegen der Pandemie nicht stattfinden. Durch die Nähe des Universitätsklinikums und des St. Josefs Krankenhauses hätten besondere Gefahren bestanden", erklärt Peter Neidel. Der Bürgermeister verweist auf eine entsprechende Landesregelung, die die Suche nach Weltkriegsbomben wegen Corona im weiteren Umfeld von Kliniken untersagt hat. "Diese Regel wurde in der vergangenen Woche aufgehoben." Deshalb habe man am Dienstag beginnen wollen. Durch die Naturkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat sich dies nun vorerst geändert.

Evakuierung sicherstellen

Die Stadt hätte bei den Sondierungen sicherstellen müssen, dass die Krankenhäuser mit Kräften des Katastrophenschutzes hätten evakuiert werden können. "Die Verschiebung hat sich erst kurzfristig ergeben."

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