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Botanik und Eisen, Geld und Ressourcen

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Line Krom lässt die rund um den Kunstturm Mücke angesiedelten Pflanzen für sich arbeiten. © Jessica Schäfer

Mücke (red). In einer neuen Ausstellung setzt die Frankfurterin Line Krom Botanik und Eisengewinnung, Geld und Ressourcen in und um den Kunstturm Mücke in Szene. Die Einführung bei der Eröffnung am Sonntag, 10. April, um 14 Uhr übernehmen die beiden Kuratoren Volker Schönhals und Thomas Vinson.

Unter dem Titel »Garten des Geldes« setzt sich die Künstlerin mit dem Landschaftsbild und den lokalen Ressourcen Erz und Pflanzen auseinander - in einem ganz neuen Kontext: In ihrem »Garten des Geldes« lässt Krom die Pflanzen für sich arbeiten. »Phyto-Mining« beschreibt die Fähigkeit von Pflanzen, bestimmte Metalle anzureichern. Auf diese Weise kann im Garten im Kunstturm Eisen geerntet werden.

Und auf einen Garten dürfen sich die Zuschauer freuen: Eine typische rostbraune Erdenlandschaft, wie man sie noch häufig in der Region findet, wirft die Künstlerin im Raum auf und entwickelt eine begehbare Installation, die Zeichnungen und Darstellungen des Arbeitsprozesses beinhaltet. Auch außerhalb gibt es Versuchsfelder mit Pflanzen. Dazu bedient Krom sich lokaler Pflanzengesellschaften, die sie rund um den Kunstturm gesammelt und in ihrem Atelier weitergezüchtet hat. Krom setzt sich als Künstlerin schon lange intensiv mit den Schnittstellen zwischen Kunst und Sozialer Arbeit auseinander. Hierzu zählt für sie auch die Frage, wie Ressourcen in Verträglichkeit mit der Gemeinschaft genutzt werden können.

Die Ausstellung selbst ist sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet und kann auch nach telefonischer Voranmeldung besichtigt werden (0172 1365286). Mehr Infos unter www.kunstturmmuecke.de.

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