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Bunter Fußball für ein besseres Miteinander

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Von: Thomas Wißner

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Bunt gemischte Teams traten beim Fußballturnier auf dem neuen zweiten Kunstrasenplatz der SG Kinzenbach gegeneinander an. Foto: Wißner © Wißner

Gießen (twi). Mit einem Fußballturnier auf dem wenige Tage zuvor eingeweihten zweiten Kunstrasenplatz der SG Kinzenbach 1955 startete das Team Protected der Türkisch-Deutschen-Gesundheitsstiftung (TDG) seine neue Veranstaltungsreihe. Das Motto lautet: »Anstoß für ein Miteinander«.

Zum Start des unter der Schirmherrschaft des Hessischen Innenministers Peter Beuth stehenden Fußballturniers konnte TDG-Vorsitzender Prof. Yasar Bilgin auch den stellvertretenden türkischen Generalkonsul in Frankfurt, Gürol Bas, den Sportkreisvorsitzenden Prof. Heinz Zielinski und Polizeipräsident Bernd Paul begrüßen. TDG-Geschäftsführerin Ayla Gediz verwies darauf, dass die Pandemie-Situation den Dialog behindert habe, eine gesunde Gesellschaft jedoch vom Dialog lebe und durch ihn bereichert werde. »Respekt, Toleranz und Akzeptanz sind die Früchte davon.« Auch wenn jetzt Lockerungen kommen, seien viele Menschen weiterhin skeptisch und näherten sich nur vorsichtig einander an. »An dieser Stelle kommen wir ins Spiel. Wir möchten die Brücke zwischen Mensch und Mensch wiederherstellen und die Macht des Sports nutzen, denn Sport verbindet. Die Spieler verfolgen ein gemeinsames Ziel, haben gemeinsam Spaß und vergessen, was sie voneinander trennt.«

Bevor der Ball rollte, lobte Bas die Initiative der TDG. »Spiel und Wettkampf leisten einen großen Beitrag zur Völkerverständigung.« Er hoffe, dass Veranstaltungen dieser Art künftig noch häufiger zu erleben seien. Zielinski dankte auch der SG Kinzenbach für die Unterstützung und betonte, dass es beim Sport darum gehe zu gewinnen, aber die Gemeinschaft noch viel wichtiger sei. Es sei dies eine kleine symbolische Aktion in einer schwierigen Zeit. »Wir kommen aus unterschiedlichen Kulturen, haben aber viele verbindende Elemente. Wir alle sind Menschen, die friedlich miteinander leben wollen.« Die Verbindung durch den Fußball herzustellen, sei der richtige Ansatz, so Paul.

Insgesamt vier Mannschaften beteiligten sich an dem Turnier. Zusammengesetzt waren sie mit Spielern verschiedener Religionen, mit Vertretern des Polizeipräsidiums Mittelhessen, politischen Amtsträgern, Ärzten und Bewohnern der hessischen Erstaufnahme. So machten sie ihrem Namen »bunt gemischte Mannschaften« alle Ehre.

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