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»Chef von Gießen« als Vorleser

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Rathauschef als Vorleser: Frank-Tilo Becher setzt sich passend zum Buch eine Schaumstoffnase auf. Foto: Smat © Smat

»Jeder soll so sein, wie er ist«: Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher war in einer Kita zu Gast - und hatte auch ein Geschenk im Gepäck

Gießen . »Wisst ihr, wer heute kommt? Der Chef von Gießen!«, richtete sich Kornelia Steuer-Nass, Freiwilligenkoordinatorin der Arbeiterwohlfahrt Gießen (Awo), an die Kindergartenkinder der Kindertagesstätte Helene Simon. Zum 19. bundesweiten Vorlesetag hatte die Awo eben diesen »Chef von Gießen« - Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher - als besonderen Vorlesegast eingeladen.

Das diesjährige Motto lautete »Gemeinsam einzigartig«. Mitgebracht hatte Becher die Geschichte »Du gehörst zu uns« von Julia Volmert. »Das Buch ist toll ausgewählt. Integration und Akzeptanz ist wichtig für uns«, verriet Carmen Alf, stellvertretende Leiterin der Kita. Die Einrichtung in der Grünberger Straße betreut aktuell in vier der fünf Gruppen insgesamt sechs Kinder mit Behinderung. Jedes Jahr organisiert die Awo besondere Aktionen und Gäste für das Vorlesefest. Da während der Corona-Pandemie das Vorlesen nur digital stattfinden konnte, freuten sich alle Anwesenden, den Tag nun wieder in Präsenz feiern zu können.

Um einen roten Sessel hatten sich alle Kinder ab vier Jahren, die zuhören wollten, versammelt. »Ich bin der Tilo Becher, ich arbeite im Rathaus und versuche für die Stadt alles gut zu machen«, stellte sich der Oberbürgermeister vor. »Fürs Vorlesen brauche ich aber noch etwas«, sagte er und zog eine rote Schaumstoffnase aus seiner Tasche.

Die Geschichte, die er anschließend vortrug, handelte von Balduin Bär, der wegen seiner roten Knubbelnase von der Elster gehänselt wird. Gemeinsam mit Ena Eichhörnchen, die ebenfalls von der Elster Häme abbekommen hat, suchen beide nach einer Lösung, die rote Nase zu verstecken. Nach einigen missglückten Versuchen stellen Bär und Eichhörnchen fest, dass sich die Freunde nicht an der roten Nase stören und es egal ist, wie jemand aussieht. »Jeder soll so sein, wie er ist«, bestärkte der Rathauschef die Kinder.

Damit die Geschichte künftig immer wieder vorgelesen werden kann, verschenkte der Oberbürgermeister ein Exemplar an die Kita. Als Dankeschön erhielt er eine Urkunde, auf der auch der Titel des Buches zu lesen ist. »Hier steht ›Du gehörst zu uns‹. Ich gehöre jetzt einfach auch zu Euch«, sagte er den Kindern, die sich sichtlich darüber freuten.

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