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Dank mit Worten, Kuchen und Blumen

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Von: Thomas Wißner

Eine »Kleine Auszeit« für ehrenamtliche Mitarbeiter im Johannesstift Gießen und Seniorenzentrum Linden spendierte die Einrichtungsleitung bei Kaffee und Kuchen.

Gießen (twi). »Danke« sagten Johannesstift Gießen und Seniorenzentrum Linden in einer gemeinsamen Feier ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern bei einer Zusammenkunft im Johannessaal. Christa Hofmann-Bremer, Geschäftsführerin und Einrichtungsleiterin in beiden Häusern, zeigte sich besonders erfreut, dass diese zur Tradition gewordene Veranstaltung nach dreijähriger Pause wieder stattfinden konnte.

Hofmann-Bremer skizzierte die Jahresverläufe und die Ereignisse der Pandemie. »Gerade in dieser Zeit, liebe Ehrenamtlichen, hätten wir sie so gut gebrauchen können, aber sie durften nicht zu uns - das war schwer für die Bewohner, für uns, aber vor allem auch für Sie«.

Allerdings habe sich auch in der Zeit der Pandemie Positives ereignet, wie der Erweiterungs- und Umbau des Seniorenzentrums Linden, wo mit der Fertigstellung von Haus 3 inzwischen auch die Tagespflege eröffnet wurde. Nun stehen auch ausschließlich Einzelzimmer zur Verfügung sowie ein erweitertes Angebot von »Wohnen auf Zeit« und »Wohnen auf Dauer«. In dieser herausfordernden Zeit sei es wichtig gewesen, die wesentlichen Themen in der Altenpflege nicht aus dem Blick zu verlieren, wie die Begleitung von Menschen mit Demenz. In mehreren Fortbildungsveranstaltungen wurde dieses Thema bearbeitet und auch beim »Dankeschön-Kaffee« referierte Musiktherapeutin und Heilpraktikerin Simone Plechinger über herausforderndes Verhalten bei Menschen mit Demenz. Sie machte deutlich, dass es sich dabei um Verhaltensweisen handelt, die von der Umgebung als Belastung erlebt werden, wie etwa lautes Rufen, rastloses Umherlaufen oder körperliche Aggressivität. »Da kann sich Enttäuschung bei den Helfern und Gesprächspartnern breitmachen, auch Unverständnis, weil vielleicht gängige soziale Normen von den Demenzkranken verletzt werden. Die Lebensqualität von Menschen mit Demenz hat aber ganz entscheidend mit der Haltung der Helfer und Gesprächspartner zu tun und ist ein Stück davon abhängig, wie sich diese auf die Lebenswelt des Erkrankten einlassen können«, verdeutlichte die Referentin anhand zahlreicher Beispiele. »Wir wollen Ihnen heute eine kleine Auszeit schenken«, so Hofmann-Bremer bei der Einladung zu Kaffee und Kuchen. Den Ehrenamtlichen Marlies Diehm, Gudrun Enenkel, Beatrix Ingerloh-Drux, Ingeborg Falter, Marion Roales Terron, Walburga Seubert-Nachtigall, Christiane Keiner, Angelika Holle, Hannelore Theimer, Jürgen Ein-loft, Hanne Einloft, Karin Reh, Barbara Dohmen, Horst Dieter Gortner, Roswitha Gortner und Karl-Heinz Weidlich wurde zum Dank auch einen Blumenstrauß geschenkt. Diesem Dank schlossen sich auch die Mitarbeiter des Sozialtherapeutischen Dienstes Franziska Menges, Irina Helm (beide Linden), Susanne Flack und Eva Becker (beide Johannesstift) an. Musikalisch umrahmten Wolfgang Kind (Klavier) und Rainer Sykora (Geige) den Nachmittag.

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