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Das Kilo Klamotten für 45 Euro

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Schnäppchen finden und Ressourcen schonen - das Konzept kommt auch in Gießen gut an. © Kremer

Das nachhaltige Konzept des »Vintage Kilo Sale« sagt auch in Gießen »Fast Fashion« den Kampf an.

Gießen (ekr). Klamotten, Taschen, Schmuck und mehr gab es auf dem Vintage Kilo Sale in Gießen, der an diesem Wochenende in den Hessenhallen stattgefunden hat.

»BeThrifty« wurde 2019 von Borivoj Radmanovic und Christian Maier in Österreich gegründet, mittlerweile sind die Events aber auch hierzulande ein voller Erfolg. Drei bis vier Aktionen pro Wochenende organisiert das Team, das ungefähr 25 Mitglieder zählt. Bis zu vier Tonnen Second-Hand-Kleidung werden dabei monatlich verkauft. Die Besucher bekommen beim Einlass einen Jute-Beutel und dürfen diesen mit Kleidung füllen, am Ende wird nach Gewicht bezahlt, 45 Euro pro Kilo.

Den Trend, Mode mit Nachhaltigkeit zu verbinden, hatten die Gründer aus England mitgebracht, mittlerweile finden die Vintage Kilo Sales in ganz Österreich und Deutschland regelmäßig statt. Neben recycleten Klamotten gibt es auch eine »BeThrifty« Jewelery Collection. Der Schmuck wird von einer Familie aus Laos handgefertigt und unterscheidet sich dadurch vom restlichen Angebot, das ausschließlich aus regionalen Quellen stammt. In Österreich werden die Teile noch einmal ausgewählt und überprüft, bevor sie dann an den verschiedenen Standorten oder im Online-Shop verkauft werden.

»BeThrifty« ist ein nachhaltiges Konzept, »mit dem Ziel, Fast Fashion den Kampf anzusagen«, erklärt Borivoj Radmanovic. Vordergründig sei dabei nicht, ein weiteres Modelabel zu werden, sondern die Modebranche neu zu definieren. Wichtig sei auch die Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung mit kreativen Menschen auf der ganzen Welt.

Zusätzlich zu der Second-Hand-Ware werden auch einzelne Motive von Künstlern auf nachhaltig produzierte T-Shirts und Hoodies gedruckt, wodurch eine neue Kollektion entstehen kann. Was als Start-Up-Unternehmen begann, ist mittlerweile zu einer Erfolgsgeschichte geworden und auch in Gießen kam der Vintage Kilo Sale gut an: »Wenn man sich darauf einlässt, kann man coole Einzelteile finden und Kleider, die sonst niemand hat!«, freut sich eine Besucherin.

Gießen (red). Das Jugendbildungswerk (JBW) der Stadt bietet am Mittwoch, 24. März, von 9 bis 16.30 Uhr, die Fortbildung »Traumasensible Pädagogik in der Kinder- und Jugendarbeit« im Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25a, an. Das Seminar beschäftigt sich mit Entstehen und Auswirkungen von Traumatisierungen, traumapädagogischen Interventionen, Konzepten des traumasensiblen Arbeitens in der Kinder- und Jugendarbeit, Prävention sekundärer Traumatisierung und Aspekten einer traumasensiblen Organisationsentwicklung. Die Fortbildung ist zur Verlängerung der JULEICA anerkannt und kostet 30 Euro.

Anmeldungen und Fragen können an das JBW unter 0641/306-2497, Telefax: 0641/ 306-2494 oder per E-Mail: jbw@giessen.de gerichtet werden. Weitere Infos unter www.jbw-giessen.de.

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