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Das Kreuz mit dem Holzkreuz

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Die angekündigten Arbeiten am Holzkreuz, der Gedenkstätte und der Bepflanzung haben noch nicht begonnen. © Jung

Erneuerung des Holzkreuzes, Aufstellung einer Toilettenanlage: Viele geplante Maßnahmen auf dem Friedhof Kleinlinden sind immer noch nicht umgesetzt, kritisiert der Ortsbeirat.

Gießen. Der Friedhof in Kleinlinden beschäftigt den Ortsbeirat schon seit längerem. Gefordert wurde unter anderem eine Umgestaltung in Teilbereichen und der Einbau einer Unisex Toilette.

Diverse Anträge

Nach diversen Anträgen gab es im September 2020 eine Begehung des Geländes von Vertretern des Garten- und Friedhofsamtes und von Mitgliedern des Ortsbeirats. Danach wurde die Erneuerung der Gedenkstätte zwischen den Beteiligten abgestimmt. Ziel war damals, die Bepflanzung zu erneuern und insbesondere das Holzkreuz zu ersetzen. Zum Holzkreuz meldeten sich Kleinlindener und trugen ihre unterschiedlichen Sichtweisen an die Friedhofsverwaltung heran. Bis zu dieser Klärung wurde auf eine Neubepflanzung verzichtet, weil diese nach Auffassung der Verwaltung sinnvoll erst nach einer Erneuerung vom Kreuz durchgeführt werden kann. Mittlerweile besteht Einvernehmen, dass es komplett neu gebaut werden soll.

Teilerneuerung des Zaunes

Eine Planung sei innerhalb des Gartenamtes beauftragt, hat die Stadt dem Ortsbeirat vor einigen Wochen mitgeteilt. Je nach Planungsfortschritt und Auftragsvergabe werde die bisherige Gestaltung, insbesondere die Bepflanzung, angemessen gepflegt und nachdem das Kreuz aufgestellt ist, komplett erneuert. Den Neubau eines Teilstücks des Friedhofszauns plant das Tiefbauamt, weil wegen umfangreicher Leistungserneuerungen im Friedhofsweg auch Gehwege erneuert werden, und Doppelarbeit vermieden werden soll. Das Tiefbauvorhaben konnte wegen fehlender Zulieferungen anderer Leistungsträger und der allgemeinen schwierigen Situation bei der Auftragsvergabe für öffentliche Bauvorhaben noch nicht begonnen werden. Nach Auskunft des Tiefbauamtes ist aktuell mit einem Baubeginn in diesem Frühjahr zu rechnen.

Ein genauer Zeitpunkt für Anlieferung und Endmontage des Toilettencontainers steht noch nicht fest. Für die Neubepflanzung der Allee zwischen dem südlichen und nördlichen Eingang sind weitere Baumaßnahmen notwendig, wurde dem Ortsbeirat mitgeteilt. Wege, Wasserleitungen, Brunnenanlage und Grabfelder müssen in diesem Zusammenhang geprüft und gegebenenfalls erneuert oder neu angelegt werden. Hierzu laufen derzeit Vorprüfungen und Planungen. Noch im zweiten Quartals dieses Jahres könnten dazu die Planungen dem Gremium vorgestellt werden. Künftig werden die Außenfenster der Trauerhalle in den regelmäßigen Reinigungsrhythmus aufgenommen.

Kein Datum bekannt

Bislang sind keine der von der Stadt angekündigten Maßnahmen umgesetzt worden. Ein Datum der Umsetzung der Erneuerung der Anlage inklusive des Holzkreuzes sei ihm bislang nicht mitgeteilt worden, teilt Ortsvorsteher Dr. Klaus-Dieter Greilich auf Anfrage dieser Zeitung mit.

Er wisse nur, dass der zuletzt beauftragte Mitarbeiter in der Hochbauverwaltung inzwischen endgültig in den Ruhestand getreten sei. »Insgesamt ist die Umsetzung der Beschlüsse des Ortsbeirats durch Magistrat und Verwaltung als bislang äußerst unbefriedigend zu bezeichnen«, unterstreicht Greilich.

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