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»Das Stadtfest ist zurück«

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Die Band »Snakebite« heizt auf der neuen Bühne vor dem Regierungspräsidium ordentlich ein. Foto: Wißner © Wißner

Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher hat am Freitagabend das 36. Gießener Stadtfest offiziell eröffnet. Es dauert bis Sonntagabend.

Gießen. Irgendwie ist es, als sei das Stadtfest nie weg gewesen. Und dennoch hat die Traditionsveranstaltung nach Corona-Pause am Freitagabend erstmals seit 2019 wieder die Pforten geöffnet. Schon am ersten Abend herrschte ausgelassene Stimmung unter den Besuchern. Sie strömten bei warmem Wetter in die Innenstadt, um dort nach der Pandemie-Unterbrechung wieder zu feiern. Das Bild ist das gewohnte - und doch ist einiges anders bei der diesjährigen 36. Auflage, die Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher offiziell eröffnete.

»Endlich ist es wieder soweit. Das Gießener Stadtfest ist zurück«, freute sich der Rathauschef zum Auftakt. Es gebe 120 Stände und 13 Aktionsorte, so der OB. »Also ich habe den Eindruck: In diesen drei Tagen ist mehr los, als man eigentlich schaffen kann. Das heißt aber auch, dass für jeden und jede etwas dabei ist. Keiner muss zu kurz kommen«, betonte der Sozialdemokrat. Er sei im Vorfeld gefragt worden, ob dies überhaupt die Zeit sei, ein Fest zu feiern. »Wir haben so vieles im Moment auf unseren Schultern lasten. Wir haben so vieles vor der Brust, was auf uns zukommt, dass man sich schon die Frage stellen kann, ob das die richtige Zeit für ein Stadtfest ist.« Beispielhaft nannte Becher die Pandemie, den Krieg in der Ukraine, die Preissteigerungen und das Thema Klima. Dennoch sei es die richtige Zeit, gemeinsam ein wirklich großes und rauschendes Fest zu feiern. »Weil wir bei einem Fest Kraft schöpfen für das, was wir vielleicht alles noch vor uns haben. Feste sind gut, um einfach mal durchzuatmen, die Freude des Lebens zu spüren und Kraft zu schöpfen.« Daneben sei es gut, sich als Gemeinschaft zu erleben, und miteinander zu reden.

Wettbewerb für Nachhaltigkeit

Aber beim Feiern müsse man die Wirklichkeit nicht unbedingt ausblenden. Deshalb lade die Stadt dazu ein, für die »Tafel Gießen« zu spenden. »So tragisch das ist, aber die ›Tafel‹ wird immer wichtiger in dieser Situation.« Dem Thema Nachhaltigkeit bei den Ständen hat die Stadt einen Wettbewerb gewidmet, dessen Preisträger später am Freitag ausgezeichnet wurden. Darüber hinaus »feiern wir in diesem Jahr mit vielen Menschen aus der Ukraine, die zum Teil als Flüchtlinge in dieser Stadt angekommen sind. Wir feiern mit ihnen und wollen mit ihnen einen Moment teilen, was in ihrem Land los ist«, resümierte Becher, der zum Abschluss seiner Rede zu einer Schweigeminute für die Opfer des Kriegs aufrief.

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Frank-Tilo Becher eröffnet das Fest. Foto: Derenek © Derenek
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Mit temperamentvollen Klängen beginnt das 36. Stadtfest auf dem Kirchenplatz. Foto: Derenek © Derenek
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Die Besucher feiern schon am ersten Abend des Festes ausgelassen. Foto: Derenek © Derenek
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Musik liegt von Anfang an in der Luft. Foto: Derenek © Derenek
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Behzad Borhani und Frank Hölscheidt (von rechts) ehren die Preisträger des Nachhaltigkeitswettberbs auf der SWG-Bühne. Foto: Derenek © Derenek
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Ein vielfältiges kulinarisches Angebot erwartet die Besucher beim Stadtfest. Foto: Derenek © Derenek

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