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»Den ›Arbeitsplatz Schule‹ attraktiv machen«

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Von: Benjamin Lemper

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Nina Heidt-Sommer Archivfoto: Moos © Red

Gießen (bl). Aus Sicht der heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Nina Heidt-Sommer sind die Ergebnisse des IQB-Bildungstrends alarmierend. »Es sind zwei Faktoren, die ich bedrückend finde. Einerseits wurde im Zuge der Corona-Pandemie Präsenzunterricht verhindert. So wurden viele Kinder besonders aus bildungsferneren Schichten ihrer Bildungschancen beraubt«, betont die 44-Jährige auf Anfrage des Anzeigers.

Andererseits schlage der bundesweite Fachkräftemangel auch in den Schulen voll durch. »Die Schulen haben sehr viele Aufgaben neu hinzubekommen. Keine bisherige Aufgabe konnten sie abgeben. Die Arbeitsbelastung der Lehrkräfte ist schlicht viel zu hoch.« Daher fordert Nina Heidt-Sommer, die vor ihrem Wechsel in die hauptberufliche Politik selbst als Lehrerin an der Grundschule Gießen-West gearbeitet hat, den hessischen Kultusminister Ralph Alexander Lorz auf, den »Arbeitsplatz Schule« attraktiv zu machen: »Mit guten Arbeitsbedingungen können wir mehr Fachkräfte in den Grundschulen gewinnen. Dazu gehört, dass Lehrkräfte eine volle Stelle auch schaffen können, ohne krank zu werden. Und dazu gehört anzuerkennen, dass professionelle Grundschullehrkräfte mit A 13 endlich die gleiche Besoldung wie alle anderen Lehrkräfte erhalten müssen.«

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