1. Startseite
  2. Stadt Gießen

Der Kreis schließt sich

Erstellt:

gikult_Pressebild3_Betab_4c
»Give me a Remedy« nennt sich die fünfköpfige Formation - zu deutsch: Gib mir ein Heilmitttel. Foto: Band © Band

Die junge Gießener Rockband Give me a Remedy stellt am Freitag im Jokus ihr Debütalbum vor. Dabei war der Start des Quintetts alles andere als einfach.

Gießen. Für die junge Gießener Melodic-Rock-Formation Give me a Remedy geht es gerade Schlag auf Schlag. Nach dem Auftritt auf dem Lahnuferfest steht an diesem Freitag im Jokus das nächste Highlight vor der Tür: mit dem Release-Konzert ihrer ersten EP »Full Circle«. Momentan läuft alles nach Plan für die fünfköpfige Band um Sängerin Natalie Purdak. »Wir möchten diesen Sommer vor allem Gigs spielen und unsere Musik unter die Leute bringen«, erklärt sie. Dabei standen die Anfänge der Band nicht unter den besten Vorzeichen.

Denn zunächst bestand Give me a Remedy nur aus Gitarrist Lukas Rink und Bassist Johannes Schlüter, deren Vorgänger-Band sich aufgelöst hat. Die Beiden begaben sich daher auf die Suche nach neuen Mistreitern. »Ich bin zwecks Studium im Oktober 2020 nach Gießen gezogen. Da habe ich dann einfach im Internet geschaut, ob ein Drummer gesucht wird. Und bin auf die Anzeige der Jungs gestoßen«, erinnert sich Joshua Lenz. Nach gemeinsamen Proben stand schnell fest: Das passt nicht nur musikalisch, sondern auch zwischenmenschlich.

Sieben Monate bis zur ersten Probe

Danach wurde die Band mit Sängerin Purdak und Keyboarder Paul Dreher komplettiert, allerdings war der Zeitpunkt ungünstig gewählt. »Wegen der Pandemie hatten wir erst sieben Monate nach unserer Gründung die erste Bandprobe. Davor haben wir versucht, über Zoom-Meetings Songs aufzunehmen«, berichtet der Schlagzeuger. Dabei konzentrierte sich Give me a Remedy zunächst auf Cover-Songs, da diese für eine neu zusammengestellte Gruppe etwas einfacher zu spielen sind. Mittlerweile präsentiert die Gruppe ausschließlich selbst komponierte Lieder, die entweder aus der Feder der Frontfrau oder von Drummer Joshua stammen. Ausgangspunkt sind meist Gitarrenriffs sowie Keyboard-Klänge. »Die werden dann instrumental erweitert. Danach entsteht der Songtext«, erklärt Purdak, die mit kraftvollem Gesang aufwartet, der zugleich sanft und energisch sein kann.

»Wir achten vor allem darauf, welche Emotionen wir mit den Songs transportieren wollen. Daraufhin passen wir die Akkorde an,« ergänzt Lenz. Auch bei der ersten EP »Full Circle«, die diesen Namen nicht umsonst trägt, dreht sich fast alles um Gefühle. Das Album besteht aus fünf Liedern, die verschiedene Emotionen abdecken - auf verletzliche wie schlagkräftige Art. »Dadurch haben die Titel etwas gemeinsam, unterscheiden sich aber auch. So hat sich für uns der Kreis geschlossen.« Musikalisch ist die Devise dabei ähnlich abwechslungsreich. Neben zwei »härteren Songs«, sei ebenfalls Platz für eine »Power-Ballade« sowie »Gute-Laune-Musik«, die vor allem live gespielt für ebendiese sorgen soll.

Inspiration holt sich die Gießener Formation von einer Vielzahl von Künstlern - in ihren Songs lassen sich Spuren von Evanescene oder Within Temptation wiederfinden, aber auch Einflüsse aus anderen Musikgenres, wie etwa funkige Beats, die an die Red Hot Chili Peppers erinnern, sowie härtere Parts, die an die Foo Fighters angelehnt sind. »Hinzu kommen die eigenen Einflüsse, die jeder von uns einbringt«, erklärt Lenz. Gesungen wird übrigens nur auf Englisch. Der Grund ist simpel: »Englisch ist meine Muttersprache. Meine Mutter kommt aus Amerika und ich wurde bilingual erzogen. Außerdem klingt es für mich am Natürlichsten«, so die Songwriterin.

Give me a Remedy - zu deutsch »Gib mir ein Heilmittel« - haben auf jeden Fall Blut geleckt. Wenn es nach den fünf befreundeten Musikern geht, soll »Full Circle« nicht ihr einziges Album bleiben. Bis es damit weiter geht, freut sich die Band auf zahlreiche Auftritte. Die nächste Möglichkeit sich von der Rockformation zu überzeugen, gibt es an diesem Freitag im Jokus, wo das Release-Konzert stattfindet. Beginn ist um 19 Uhr, der Eintritt kostet 5 Euro.

Auch interessant