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Der »Wellerman« in Wieseck

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Mit ihrem Löscheinsatz startete die Minifeuerwehr in das Programm. Foto: Jung © Jung

Gastchöre, Gymnastik und Grußworte: Bei »Musik in Flammen«, dem Konzert zum 150. Geburtstag der Sängervereinigung Gießen- Wieseck, sprühten Funken der Begeisterung.

Gießen. Es war eine besondere Stimmung am Samstagabend - und das lag nicht nur an der Abendsonne, die durch die Bäume am Radweg in Höhe des Feuerwehrgerätehauses in Wieseck viel. Es lag auch an der Vorfreude der Mitwirkenden, die auf der Rasenfläche Platz genommen hatten und auf ihren Auftritt zum Jubiläum der Sängervereinigung warteten. Doch bevor es losging mit »Musik in Flammen«, dem Konzert zum 150. Geburtstag, zeigten die Mädchen und Jungen der Minijugendfeuerwehr Gießen-Wieseck mit einer Feuerwehr-Gymnastik (Leitung von Alexander Schulte) auf amüsante Weise, wie man auch löschen kann. Dazu stieg passend Rauch aus der Nebelmaschine auf.

Klangvolle 150 Jahre

Gemeinsam veranstalteten die Freiwillige Feuerwehr Gießen-Wieseck und der Jubiläumschor den musikalischen Abend am Feuerwehrgerätehaus. Der Vorsitzende der Sängervereinigung zeigte sich glücklich über die gute Zusammenarbeit mit der Wiesecker Feuerwehr. »Ohne die Feuerwehr wäre diese Veranstaltung nicht möglich gewesen«, dankte er den Blauröcken für die Unterstützung.

»Sie können auf 150 klangvolle Jahre zurückblicken«, gratulierte Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher. In seinem Grußwort zitierte er von Martin Luther: »Musik ist ein reines Geschenk und eine Gabe Gottes, sie macht die Leute fröhlich«. Zum Chorleiter Armin Plewa-Moormann besteht eine besondere Verbindung, er saß auf der Orgelbank in der Pauluskirche, als Becher dort Pfarrer war. Die Sängervereinigung bezeichnete der OB als einen Träger des gesellschaftlichen und kulturellen Gemeinschaftslebens von Wieseck. Es sei dem Verein gelungen, mit Ohren und Herzen die Zuhörer zu erreichen. Das Motto des Abends verdeutliche die Begeisterung der Sängerinnen und Sänger. »Da schlagen wirkliche Flammen empor, aber löschen soll die Feuerwehr diese ausnahmsweise nicht! Denn es soll noch lange brennen und die Funken der Begeisterung sollen auf andere überspringen«. Für die Vereinsgemeinschaft Wieseck und den Ortsbeirat Wieseck gratulierte Ortsvorsteher Michael Oswald und übergab Geldgeschenke. Und er bekräftigte:» Wir sind froh, dass es einen solchen aktiven Verein in Wieseck gibt«.

Ehrenchorleiter Wilhelm Schomber, der 1958 vom Männergesangverein Wieseck gefragt wurde, ob er denn mal übergangsweise den Chor dirigieren wollte, erinnerte sich an schöne und besondere Konzertreisen. Aus dem vorübergehenden Dirigat wurden 40 Jahre, auf die er gerne zurückschaute. »Ich haben in den vier Jahrzehnten wunderbare Menschen erlebt«, freute er sich - und machte eine Rechnung auf: In jeder Singstunde habe er drei Bier getrunken, macht im Jahr 135 Biere und nach 40 Jahren 5400 gefüllte Gläser. »In dieser Hinsicht habe ich meine Pflicht getan«, stellte der 92-Jährige fest und die Festversammlung applaudierte kräftig. Der Jubiläums-chor eröffnete musikalisch den Abend unter der Leitung von Armin Plewa-Moormann mit »Irgendwo auf der Welt«. Kurt Walther singt seit 65 Jahren bei der Sängervereinigung, der Vorsitzende ehrte ihn und dankte für langjährige Treue.

Kurt Walther geehrt

Die Freiluftveranstaltung gestaltete die Walking Band »Drei zu null«, »Voices of Harmony« vom Gesangverein Eintracht Allendorf/Lumda (Leitung Armin Plewa-Moormann), Gesangverein Sängerkranz 1876 Watzenborn-Steinberg (Leitung Peter Schmitt) und »Evergreens« vom Gesangverein Eintracht Wieseck (Leitung Ulrich Dietz).

Höhepunkt des Abends war das gemeinsam gesungene Schlusslied »The Wellerman«, mit dem Nathan Evans 2021 einen Charthit landete. Durch den Abend führte Andreas Stein.

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Der Jubiläumschor eröffnet das Festkonzert zu 150 Jahre Sängervereinigung Wieseck im Grünen. Foto: Jung © Jung

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