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Dichte Wolkendecke prägt ersten Monat des Jahres

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Ein Bild, das dem im Januar vorherrschenden Wetter entspricht: Kaum ein Sonnenstrahl dringt durch die dichte Wolkendecke. © Jung

Hessen war im Januar nach Meldungen das zweittrübste Bundesland. Kontrastarm und trist-trübe zeigten sich 15 Tage, an denen sich die Sonne hinter dichten Wolken- oder Nebeldecken verbarg.

Gießen . Frühlingshaft startete das neue Jahr, der erste Monat 2022 war geprägt von hohem Luftdruck, doch am Himmel machte sich das nicht bemerkbar. Kontrastarm und trist-trübe zeigten sich 15 Tage, an denen sich die Sonne mal wieder hinter einer dichten Wolke- oder Nebeldecke verbarg.

Sonne kaum zu sehen

Hessen war im Januar nach Meldungen das zweittrübste Bundesland. 12,3 Grad wurden am Neujahrstag gemessen, ein Wert, bei dem eigentlich Frühlingsgefühle hätten aufkommen müssen. Es blieb zumindest trocken, von der Sonne war allerdings nichts zu sehen. Minus 5,5 Grad registrierte der Wetterdienst Q Met als Minimum am Boden am 6. Januar. Die Mitteltemperatur des aktuellen Monats betrug 3,1 Grad.

Im vieljährigen Mittel, das sich auf den Zeitraum von 1961 bis 1990 bezieht und ein von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) festgelegter internationaler klimatologischer Referenzzeitraum darstellt wird der Wert als -0,2 festgehalten. Die Abweichung vom Mittel liegt bei 3,3. Eine Besonderheit brachte der Januar 2022 mit sich: Wer eine professionelle Wetterstation zu Hause hat, konnte verfolgen, wie am Abend des 15. Januar die Druckwelle des Vulkanausbruchs im Seegebiet bei Tonga über das Bundesgebiet hinweg zog und das mit Ansteigen des Luftdrucks kurz angezeigt wurde. Das triste Grau vertrieben zeitweilige Wind- und Sturmfelder, so erreichten nach Mitteilung des Wetterdienstes Q Met am 3. Januar Böen eine Geschwindigkeit von 17,5 Meter pro Sekunde, das sind 63 Kilometer pro Stunde und entspricht Windstärke acht, also stürmischer Wind, bei dem Zweige von den Bäumen abbrechen können. Zum Ende des Monats häuften sich die Windgeschwindigkeiten, in der Monatsmitte kamen sie aber über laue Lüftchen meist nicht hinweg. 28,7 Sonnenstunden bescherte der Januar der Region, im vieljährigen Mittel ist der Wert mit 35 Stunden festgehalten, 81,9 Prozent beträgt somit die Abweichung vom Mittel. 47,2 Liter pro Quadratmeter Niederschlag registrierten die Messgeräte im ersten Monat 2022. 59 Liter weist der Referenzzeitraum aus, das entspricht einer Abweichung von 80 Prozent. Kräftig pustete es am letzten Januartag, bei niedrigem Luftdruck, 0,2 Sonnenstunden und 4,6 Grad erreichte der Wind in der Spitze 16 Meter pro Sekunde, was Windstärke sieben entspricht.

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giloka_0502_wetter_temperat © Red
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giloka_0502_wetterkasten_ov © Red

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