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Musikalisch begeisterte der singende Kommissar Oliver Schmitt.

Die Kapp ist druff

Gießen (twi). »Kapp uff« lautete das Kommando für drei neue Ehrensenatoren der Gießener Fassenachts-Vereinigung (GFV). Unter 2G-Bedingungen konnte nach einjähriger Corona-Pause wieder der traditionelle Senats-Gala-Abend im Volksbank Forum stattfinden. Senatspräsident Franz Koch und Vizepräsident Andreas Lenzer erhoben dabei gleich drei Mäzene der fünften Jahreszeit in den närrischen Adelsstand.

Doch bis es soweit war gab es nicht nur ein vorzügliches Vier-Gänge-Menü, sondern auch einen »singenden (Kriminalhaupt-)Kommissar« (aus Aachen) zu erleben. Eigentlich soll Oliver Schmitt ja hauptberuflich andere zum »Singen« bringen. In Gießen stimmte er zusammen mit seinem Pianisten Tim Schroif hingegen den Titel »Wonderful World« an und dankte für die Möglichkeit, in diesen schwierigen Zeiten auftreten zu können. Das Publikum überzeugte er mit seiner starken Stimme sowie Hits wie »Can’t help falling in love« von Elvis und »Immer wieder geht die Sonne auf« von Udo Jürgens.

Dass er den vom Radiosender WDR 2 verliehenen Titel »Bester Musiker im Westen« zurecht trägt, waren sich die Besucher einig. Erst recht, als er lobte: »Schön habt ihr’s hier«, um anschließend »Ich war noch niemals in New York (Gießen)« anzustimmen.

Ein besonderer Dank galt Tim Ole Steinberg, der für den guten Ton des Abends sorgte. Mit einer Premiere, dem selbstverfassten »Strahlende Weihnacht«, verabschiedete er sich unter langanhaltendem Beifall. 77 Ehrensenatoren waren gekommen, freuten sich über ein Wiedersehen und nahmen die aktuellen Einschränkungen mit einer Maske bis zum Platz gerne in Kauf.

Eingebunden in die Vorspeise war die Vorstellung des designierten Prinzenpaars durch die GFV-Präsidentin Anja Helmchen und ihrem Stellvertreter Sören Schneider. Im Januar sollen dann Maurice Zach Zach als Prinz und Ehefrau Yulia Zach Zach als Prinzessin gemeinsam mit Hofdame Stephanie Baumann, Adjutant Thorsten Ruppel und in altbewährter Manier mit Inspizient Frank Beck bei der Inthronisation in der Kongresshalle das Zepter übernehmen.

Nach dem Hauptgang legte Oliver Schmitt dann so richtig los. Und nach dem Dessert erfolgte die einmal mehr mit großer Spannung erwartete Ernennung der neuen Ehrensenatoren. Den Anfang machte Ralf »von« Burckart aus Linden, der sich als erster die neue Senatsmütze überstreifen konnte. Und siehe da, sie passte dem gelernten Schornsteinfegermeister, der sich nun als Ralf »von« Burckart anreden lassen und den Titel »Edler Schöpfer von Kamin und Schornstein, Närrischer Herrscher des Hüttenberger Ofenimperiums« führen darf.

Im Senatspass von Diplom-Bauingenieur Mario »von« Simon aus Gießen ist »Stählerner und kunstvoll gestaltender Freiherr zu Fliese und Kleber und tollkühner Förderer von Ideenreichtum und Waghals« eingetragen. Und der noch amtierende Prinz Sebastian »von« Römer aus Kleinlinden führt nun auch offiziell in seinem Senatspass seinen Prinzentitel »Edler Großfürst und Herrscher des närrischen Office, ehemaliger römischer Centurio am prinzlichen Hofe und weltmeisterlicher Posaunist im Corps zu Gießen«.

Ein besonderer Dank galt zum Abschluss des offiziellen Teils Christof Böhme und seinem Küchenteam, Ehrensenator Pia Meier, die alle Ehrensenatoren mit einem Geschenk bedachte, sowie einmal mehr Ex-Prinzessin Gisela Koch, die mit ihrem Dekoteam mit 25 Weihnachtsbäumen und rund 100[000 Lichtern das Forum in eine Weihnachtslandschaft verwandelt und eine liebevolle Tischdekoration mit Amaryllis und LED-Lichtern geschaffen hatte. »Was Du gezaubert hast, ist ein absoluter Traum«, lobte Andreas Lenzer bei der Überreichung eines Blumenstraußes.

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