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Die neuen Abenteuer von Alice

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Die Leistungen der GGO-Schüler werden am Ende mit Standing Ovations belohnt. Foto: Kremer © Kremer

Die Musical-AG der Gesamtschule Gießen-Ost feiert nach zwei Jahren Premiere mit »A Cup of Wonder« - und erhält am Ende Standing Ovations.

Gießen. Die Musical-AG OSTopia der Gesamtschule Gießen-Ost feiert nach über zwei Jahren Pandemie-bedingter Pause die Rückkehr auf die Bühne. Angelehnt an die Romane »Alice im Wunderland« und »Hinter den Spiegeln« von Lewis Carroll ist in dem Stück »A Cup of Wonder« will sich ein junges Mädchen namens Alice von ihrer Mutter loslösen und begibt sich dabei immer wieder in neue und komische Situationen.

Ihr treuer Ratgeber ist die Katze, die dem Mädchen mit Lebensweisheiten Impulse für die nächsten Schritte auf dem Weg der Emanzipation gibt. Aber natürlich begegnet die junge Alice, die in wechselnder Besetzung von insgesamt drei Schauspielerinnen portraitiert wird, nicht nur hilfsbereiten Wegbegleitern, sondern auch gefährlichen, wie der Shisha rauchenden Riesenraupe. Obwohl Carrolls Bücher als Vorlage für das Projekt dienten, hat sich die 13-köpfige Gruppe noch viele weitere lustige und spannende Situationen überlegt, in der sich Alice auf ihrer Abenteuerreise wiederfinden könnte. Die Texte und Szenen haben sich die Siebt- bis 13-Klässler mit Unterstützung der Lehrerinnen und weiteren Helfern selbst ausgedacht. Diese Art der Projektentwicklung hat an der Ostschule Tradition und führte auch in diesem Jahr wieder zu einem tollen Ergebnis, das die Zuschauer am Ende mit Standing Ovations belohnten.

»Seit 27 Jahren gehe ich hier zum Musical«, zeigt sich der Schulleiter Dr. Frank Reuber stolz und lobt die Leidenschaft der Schauspieler, aber auch die ihrer Lehrerinnen. Silke Schnurr und Marie Montag leiten seit zwei Jahren die Musical-AG an der Ostschule, »A Cup of Wonder« ist ihr erstes gemeinsames Projekt. Unterstützt wurden sie von Waltraud Montag, die bis vor zwei Jahren die AG prägte und »den Staffelstab jetzt weitergegeben hat«, lacht Reuber.

Neben schillernden Kostümen, die die Schüler zum Teil Zuhause oder an Projekttagen gebastelt haben, zeichnet sich das Musical der GGO auch durch großartige musikalische Einlagen aus. Die Schulband OSTinato unter der Leitung von Andreas Feil beweist mit einer vielfältigen Mischung aus Pop, Rock oder Disney-Songs ihre Fähigkeiten. Neben starken Soli einzelner Schülerinnen berühren OSTopia und OSTinato das Publikum auch mit mehrstimmigen Chorversionen von Hits wie »Lucy in the Sky with Diamonds« von den Beatles oder Alice Mertons »No roots«. »Dass wir jetzt wieder etwas auf die Bühne bringen konnten ist einfach der absolute Wahnsinn!«, freut sich Andreas Feil, schließlich waren die Bedingungen seit Beginn der Pandemie alles andere als optimal. Singen war eine lange Zeit verboten, die Schüler durften teilweise nicht zum Unterricht kommen und sowohl die Band als auch die Leitung der Musical-AG befand sich in einem personellen Wechsel.

Am Anfang des Jahres war deshalb noch gar nicht klar, ob überhaupt eine Aufführung stattfinden würde. Dass es schließlich doch dazu kam, liege vor allem an der Schülergruppe. Ein besonderer Dank gehe auch an die mediahouse-AG der Ostschule, die für die professionelle Einrichtung von Licht und Ton gesorgt hat und durch die das Musical direkt im Anschluss an die Aufführung auf einer SD-Karte gekauft und Zuhause noch einmal angeschaut werden kann. Denn dass viele »A Cup of Wonder« mehr als einmal sehen wollen, wird bei der letzten Vorstellung deutlich. Nicht nur der Schulleiter ist zum wiederholten Mal Gast, auch viele andere Menschen im Publikum freuen sich am Sonntag darauf, das Stück nochmal zu sehen.

»Vielen Dank an diese junge Generation«, betont Frank Reuber. Er freue sich aber auch, dass er im Publikum so viele ehemalige Mitglieder der Musical-AG und der Band entdeckt habe, »die kommen immer alle wieder«, schmunzelt er. Daran merke man, wie stark der Zusammenhalt der Ostschülerinnen und Ostschüler sei.

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