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Eigenes Gemüse vom Acker ernten

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Gießen (kg). Die Bürgerinitiative »Lützellinden sagt Nein!« will Interessenten im kommenden Jahr die Möglichkeit bieten, ihr eigenes Gemüse zu ernten. In Zusammenarbeit mit dem Ernährungsrat Gießen stellt sie dann Saisongärten zur Verfügung und bietet Ackerpatenschaften an.

So verspricht die Bürgerinitiative leichte Ernte auf bereits bestellten Ackerparzellen in der Lützellindener Gemarkung. Dort bewirtschaftet sie ein eigenes Feld in Saisongärten. Die Ackerparzellen werden auf einer Größe von jeweils rund 30 Quadratmetern bestellt, bepflanzt und für eine Saison verpachtet. Regionale Partner und Sponsoren kümmern sich um das Einzäunen des Ackers, stellen das Saatgut sowie die Setzlinge, bepflanzen den Acker und stellen das Gießwasser zur Verfügung.

Der Ernährungsrat Gießen, der sich als Schnittstelle zwischen Bürgern, der lokalen Ernährungswirtschaft und der Politik versteht, arbeitet dazu mit einem professionellen landwirtschaftlichen Betrieb zusammen, der die Vorbereitung und Bepflanzung der Bio-Gemüsegärten übernimmt. In Lützellinden ist dies Ortslandwirt Markus Sames. Eine einmalige Pacht von 140 Euro für die gesamte Saison 2022 stellt der Ernährungsrat für seine Leistungen in Rechnung. Pächter müssen sich lediglich um das Pflegen und Ernten des Gemüses kümmern.

Was steckt hinter der Idee der Saisongärten? Die Ackerparzellen bieten eine gute Möglichkeit, sich mit eigenem Gemüse zu versorgen. Das ist für die BI nachhaltig, kostengünstig und spart Ressourcen. »Und bei Kindern stärkt es die Verbundenheit mit der Natur«, so die Initiatoren. Der Nachwuchs könne auf diesem Weg an das Thema Lebensmittel-Anbau und Ernährung herangeführt werden und dies im Saisongarten selbst erleben.

Wie läuft das Ganze ab? Im Frühjahr sorgt der Ernährungsrat professionell für künftige Gärtner und bringt zahlreiche Bio-Jungpflanzen in die Erde. Gepflanzt werden Kartoffeln, Zwiebeln, Lauch, Weißkraut, Rotkraut, Wirsing, Zucchini, Kohlrabi, Rote Beete, Buschbohnen und Salat. Dazu gibt es eine große Blüh- und eine Gründüngungsfläche. Nach der Ernte müssen die Hobbygärtner selbst für weitere Gemüsepflanzen sorgen, der Ernährungsrat berät sie dabei. Je nach Witterungsbedingungen beginnt die Saison in der Regel zwischen dem 7. und 20. Mai. Unter normalen Bedingungen kann man drei bis vier Wochen nach Saisonbeginn beispielsweise Kopfsalat ernten. Danach wechseln die erntereifen Sorten mit der Zeit, im Sommer gedeiht das Gemüse besonders gut. Wichtig dabei: Das Wässern nicht vergessen! Aber auch von September bis November gibt es noch reiche Ernte, etwa Kürbis, Grünkohl und Feldsalat.

Mehr Informationen und Anmeldungen im Internet unter www.ernaehrungsrat- giessen.de/die-saisongaerten.

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