Eigentumswohnungen auch in Gießen deutlich teurer geworden

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GIESSEN - (fod). Die alte Weisheit "Trautes heim, Glück allein" hat mit der Corona-Pandemie zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Doch schon in den Jahren vor dem Ausbruch von Covid-19 begannen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen auch in Gießen stark anzuziehen. So stieg der mittlere Kaufpreis pro Quadratmeter von 2015 bis Ende 2020 um 40 Prozent, von 2310 auf 3240 Euro.

Das zeigt eine aktuelle Analyse des Immobilienportals immowelt.de, in der bundesweit 83 ausgewählte Mittelstädte mit Einwohnerzahlen von 20 000 bis 100 000 unter die Lupe genommen wurden. Berücksichtigt wurden Wohnungen in Größen von 40 bis 120 Quadratmetern. Mit diesem Zuwachs liegt Gießen ungefähr im Mittelfeld aller untersuchten Städte, bestätigt ein immowelt-Sprecher auf Nachfrage. Zum Vergleich: In Wetzlar (plus 62 Prozent auf 3060 Euro), Marburg (plus 61 auf 3550) und Fulda (plus 51 auf 2590) fallen die Steigerungen prozentual deutlicher aus.

Das in der Analyse berücksichtigte Dreivierteljahr Corona zeige laut dem Sprecher, dass in diesem Zeitraum die Nachfrage nach Wohneigentum zugenommen habe und die Preise dementsprechend klettern. Zu erklären sei das auch mit dem Nutzen der eigenen vier Wände als Homeoffice oder zum Homeschooling. Als weiterer preistreibender Faktor wird die Nähe zu Frankfurt/Main genannt; das Umland mit gesuchten preisgünstigeren Angeboten reiche bis nach Gießen.

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