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»Ein absoluter Glücksfall«

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Zu Patrik Jacobs zukünftigen Aufgaben gehört auch der Verkehrsversuch auf dem Anlagenring. Foto: Schäfer © Schäfer

Patrik Jacob ist ab Januar 2023 städtischer Verkehrskoordinator in Gießen. Der 50-Jährige bringt ÖPNV-Erfahrung mit.

Gießen. Umsetzung des Verkehrsversuchs auf dem Anlagenring. Ein neuer Nahverkehrsplan, Abschluss des Verkehrsentwicklungsplans. Auf Gießens Straßen wird 2023 ein sehr spannendes und arbeitsreiches Jahr. Und ab 16. Januar ist Patrik Jacob mittendrin. Denn zu diesem Zeitpunkt tritt der 50-Jährige seine Stelle als neuer städtischer Verkehrskoordinator an. »Schon in studentischen Gremien habe ich mich für das Thema Verkehr engagiert. Als Semesterticket-Referent habe ich mich für das RMV-weite Ticket eingesetzt. Dabei habe ich meine ersten Kontakte zum RMV geknüpft. Daneben habe ich mitgeholfen, die Ringbuslinie 10 ins Fahren zu bringen«, erinnert der neue Koordinator. Nach den ersten drei Semestern Geografie in Stuttgart wechselte Jacob 1994 an die Justus-Liebig-Universität, um hier sein Studium mit dem Schwerpunkt Verkehr abzuschließen.

Marketing und Fahrgastinformation

Nach dem Abschluss und ersten beruflichen Stationen führte sein beruflicher Werdegang schließlich nach Frankfurt am Main. Genauer gesagt zur »Lokalen Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt am Main«, heute »traffiq«. Er sei dort »im Bereich Marketing mit dem Schwerpunkt Fahrgastinformation tätig«, erzählt der Vorsitzende des heimischen Kreisverbandes des Verkehrsklubs Deutschland (VCD). Durch seine Tätigkeit in Frankfurt, von der aus Jacob ins Rathaus am Berliner Platz wechselt, habe er sehr engen Kontakt zur Planung des Öffentlichen Personennahverkehrs. Sein insgesamt umfangreiches Wissen in Sachen ÖPNV und RMV sei »eine gute Grundlage, die ich in Gießen anwenden kann«.

Genau dieses Wissen habe letztlich den Ausschlag gegeben, Jacob als Verkehrskoordinator einzusetzen, erklärt Bürgermeister Alexander Wright von den Grünen. Nach der Amtsübernahme sei es einer seiner ersten Schritte gewesen, die bereits bestehende Stellenausschreibung zu überarbeiten. »Ich habe mich gefragt, in welchem Bereich Verstärkung nötig ist. Dabei wurde klar, dass es besonders wichtig ist, dass der neue Koordinator Wissen und Expertise in Sachen ÖPNV hat. Es ist ein absoluter Glücksfall, dass sich mit Patrik Jacob jemand beworben hat, der über viele Jahre in Frankfurt Erfahrungen gesammelt hat und sich hier bei uns in der Region auskennt«, freut sich Wright über den »Neuen«, der bereits seit Langem in Kleinlinden lebt. Jacobs Aufgabe werde es künftig sein, größere Projekte zu koordinieren. »Der Verkehrsversuch ist so ein klassisches Projekt, bei dem ich selbst wegen meiner anderen Aufgaben nicht immer dabei sein kann«, erläutert der Bürgermeister.

Das städtische Klimaneutralitätsziel im Jahr 2035 auch im Verkehrsbereich zu erreichen, sei für ihn eine große Herausforderung, führt der amtierende Sprecher des Fahrgastbeirats von Stadt und Landkreis aus. Besonders wichtig sei es in diesem Zusammenhang, viel mit der Bevölkerung zu reden und zu erklären, resümiert der 50-Jährige. Seine ehrenamtlichen Tätigkeiten etwa im VCD werde er wegen Interessenskonfliktes mit der neuen Stelle aufgeben.

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Patrik Jacob und Alexander Wright arbeiten ab 16. Januar im Verkehrsbereich zusammen. Foto: Scholz © Scholz

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