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Ein Bauer, ein Wanderer, ein Rundgang

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Lich (red). Zwei Filmgespräche und ein Museumsrundgang mit Geschichten: Das Kino Traumstern bietet über das Wochenende wieder ein volles Programm.

Zum laufenden Themenschwerpunkt Klimakrise wird am Sonntag, 2. Oktober, um 12 Uhr in der Matinée die Dokumentation »Der Bauer und der Bobo - Wie aus Wut Freundschaft wurde« gezeigt. Nach dem Film von Kurt Langbein mit Florian Klenk und Christian Bachler gibt es ein Filmgespräch mit dem Bio-Bauer Nikolai Hampel. Dann geht es um die Rolle und Bedeutung des ökologischen Landbaus.

Zum Film: Bio-Bergbauer Christian Bachler und Chefredakteur Florian Klenk könnten nicht unterschiedlicher sein: Der eine bewirtschaftet den höchstgelegenen Bauernhof der Steiermark, der andere gibt in Wien die österreichische Wochenzeitung »Falter« heraus. Als Klenk ein umstrittenes Schadensersatzurteil gutheißt, das gegen einen Bauern gefällt wurde, platzt Bachler der Kragen. Auf Facebook macht er seinem Ärger Luft und fordert den »Oberbobo« (Bobo = bourgeoise Bohemien) Klenk auf, ein Praktikum auf seinem Hof zu machen. Klenk nimmt die Herausforderung an und der Bauer und der Bobo kommen ins Gespräch: über Klimawandel, Fleischindustrie, Agrarpolitik. Der Film ist zudem bis Mittwoch, 5. Oktober, täglich zu sehen.

Passend zum Tag der Deutschen Einheit kommt dann am Montag, 3. Oktober, um 12 Uhr Regisseur Christoph Schuch ins Traumstern, um seinen neuen Film »Querfeldein - von Frankfurt nach Frankfurt« vorzustellen. Viele Gäste haben an diesem Termin zugesagt, meldet das Filmtheater. Der Inhalt: Als der erste Corona-Lockdown gelockert wird, macht sich der Filmemacher Christoph Schuch auf den Weg nach Osten, um neue Landschaften und Leute zu erleben. Er geht von Frankfurt am Main nach Frankfurt (Oder).

Und noch ein Hinweis: Die Kinoausstellung des Landkreises Gießen unter dem Titel »Kinogeschichte(n) im Landkreis Gießen« ist derzeit im Heimatmuseum/Textorhaus in Lich zu sehen. Ein zusätzlicher Raum durfte vom Kino Traumstern gestaltet werden. Einige Erinnerungsstücke aus den ersten 39 Jahren des Kinos sind zu sehen. Neben den regulären Öffnungszeiten am Wochenende gibt es einen geführten Rundgang, organisiert von der Kulturgenossenschaft, am Montag, 3. Oktober, um 17 Uhr. Dazu gibt es auch einige Geschichten zu den Objekten.

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