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Ein Programm für alle Altersstufen

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Dekanatskantorin Cordula Scobel und Pfarrer Gabriel Brand haben das Gießener Musikfest mit insgesamt zehn Veranstaltungen organisiert. Foto: Evangelisches Dekanat Gießen © Evangelisches Dekanat Gießen

Gießen (mh). Anlässlich des 350. Todestags des Barockkomponisten Heinrich Schütz (1585-1672) lädt das Evangelische Dekanat Gießen vom 2. Oktober bis 6. November zu einem Musikfest ein. »Mit insgesamt zehn Veranstaltungen wird Gießen damit Teil des diesjährigen deutschlandweiten Gedenkens«, erläutert Dekanatskantorin Cordula Scobel, die das Musikfest gemeinsam mit Gabriel Brand, Pfarrer für Gesellschaftliche Verantwortung, organisiert hat.

Schütz wurde von seinen Zeitgenossen »Vater der modernen Musik« genannt und war einer der herausragendsten Musiker des Frühbarocks.

Schütz ist der erste deutsche Komponist von europäischer Bedeutung, er hat die Entwicklung der evangelischen, textgebundenen Kirchenmusik wesentlich geprägt, beschreibt Pfarrer Brand die Bedeutung des Komponisten. Schütz lebte in Zeiten des Umbruchs und der Krise. Dazu gehört vor allem der Dreißigjährige Krieg, aber auch eine ganze Reihe gesellschaftlicher und politischer Umbrüche, wissenschaftlicher Entdeckungen und religiöser Neuorientierungen. Diese Entwicklungen spiegeln sich in seinem Werk wider. »Die von ihm vertonten Texte haben auch heute große Aktualität.«

Im Eröffnungskonzert am Sonntag, 2. Oktober, um 17 Uhr erklingt mit den Musikalischen Exequien eines der ergreifendsten Werke von Heinrich Schütz. Es musiziert das Gießener Vokalensemble in der Petruskirche unter der Leitung von Propsteikantorin Marina Sagorski.

Am Samstag, 8. Oktober, treffen sich Gießener Chöre zum Chorfest. Der Schütz-Experte Prof. Christfried Brödel aus Dresden wird mit Sängerinnen und Sängern aus vielen evangelischen und katholischen Chören der Stadt Musik von Schütz erarbeiten und in einer Musikalischen Andacht um 19 Uhr in der Petruskirche musizieren.

»Auf der Spur von Heinrich Schütz« heißt das Familienkonzert für junge Ohren ab acht Jahre, das am 23. Oktober um 15 Uhr mit dem Opernchor des Stadttheaters Gießen und der Schauspielerin Izabella Radic im Atrium des Rathauses zu erleben ist. Ein musikalischer Höhepunkt des Schütz-Festes ist das Konzert des international renommierten Ensemble Polyharmonique. Sie sind mit ihrem Programm »Die Himmel erzählen. Geistliche Madrigale« in zwei Konzerten zu erleben: am 5. November (18.30 Uhr) in der St. Bonifatiuskirche Gießen und am 6. November (17 Uhr) im Dom zu Wetzlar. Das Heinrich-Schütz-Fest Gießen endet am 6. November mit einem Musikalischen Abschlussgottesdienst um 10 Uhr in der Petruskirche. Flankiert wird das Gießener Schütz-Fest von einer kleinen Ausstellung mit Soundstation in der Kapelle des Stadtkirchenturmes, wo man werktags Musik von Heinrich Schütz hören und sich über ihn informieren kann. Mit dem Programm »geht die Evangelische Kirche auf Spurensuche und möchte diese musikalischen Schätze zum Vorschein bringen und Menschen nach zwei Jahren Pandemie wieder für kirchenmusikalische Veranstaltungen und für das gemeinsame Singen begeistern«, so Scobel. Das vollständige Programm gibt es unter: www.giessen-evangelisch.de.

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