Ein Vorschlag aus den 70ern

Zum Thema A 480: Wird der totgeglaubte Weiterbau der A 480 zwischen Gleiberger Feld und Blasbach etwa wieder aktuell? In Lahnau hat sich eine Bürgerinitiative »Naturerhalt statt Asphalt« gegründet. Auslöser für die Gründung sind Befürchtungen, dass die alten Pläne für den Ausbau der A 480 zwischen Wettenberg und Blasbach aufgrund des Abrisses der Hochstraße im Zuge der Arbeiten an der B 49 in Wetzlar wieder aktiviert werden könnte.

Ein Blick zurück in die 70er Jahre, als das Thema Verlängerung der A 480 bis zum Wetzlarer Kreuz als überregionale Verbindung vom Osten bis nach Paris, quer durch Deutschland, geplant wurde. Der damalige Vorsitzende des Bauausschusses Claus Coburger (CDU Heuchelheim) machte den Vorschlag, der Bundesregierung eine Tunnellösung von Wettenberg bis Blasbach vorzuschlagen, die der Bundestagsabgeordnete Adolf Roth (CDU) der Bundesregierung auch mit einem Finanzierungsvorschlag vorstellte. Als viel zu teuer und irreal wurde dieser Vorschlag belächelt und verschwand vermutlich in einer Schublade im Verkehrsministerium.

Die Zeiten haben sich geändert. Wer einmal in den letzten Jahren von Salzburg nach Kärnten gefahren ist, braucht nicht mehr durch die romantischen Dörfer und Täler zu fahren, sondern unendlich viele Tunnel und auch Brücken hoch über den Wohngebieten sind in den letzten Jahren gebaut worden, um den Verkehr aus den Dörfern zu verbannen.

Auch in Deutschland werden immer mehr Tunnel gebaut. Wer einmal von Bad Ems Richtung Koblenz fährt, ist kilometerlang unter der Erde, um den Verkehr aus den Lahndörfern zu verbannen und diese zu entlasten. Auch Dillenburg hat zur Entlastung einen langen Tunnel. Eine Tunnellösung in Dahlheim, von Limburg kommend zum Wetzlarer Kreuz, ist bereits in Planung und wer am Wetzlarer Kreuz die A 480 weiterfährt, landet vor Blasbach auf einer Auffahrt der A 480 zum Wetzlarer Kreuz.

Und genau dort müsste ein Tunnel von Wettenberg kommend enden. Die Gemeinden Heuchelheim und Lahnau sollten sich meiner Ansicht nach schnellstmöglich in Berlin für eine umweltschonende Tunnellösung stark machen.

Karl-Ludwig Weller,

Heuchelheim

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