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Ein wenig Hoffnung vermittelt

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Für ihren furiosen Auftritt erhielten die Bühnenakteure vom Publikum Standing Ovations. Foto: Kremer © Kremer

Der Verein Musical und Kultur Gießen begeistert im Hermann-Levi-Saal mit seiner »Brighter Future Gala« das Publikum.

Gießen. (ekr). Die Sängerinnen und Sänger der Musical-Gala, die am Sonntag im Hermann-Levi-Saal im Rathaus stattfand, ernteten mit ihrer bunten Show tosenden Applaus und Standing Ovations. Unter dem Motto »Brighter Future Gala« präsentierte der Verein Musical und Kultur Gießen ein breites Repertoire an klassischen und modernen Musicalsongs, die den Zuschauerinnen und Zuschauern Hoffnung geben sollen.

Kontrastreich

Wie viele andere Künstler hat auch die Gruppe unter den Einschränkungen der Pandemie gelitten, die Musical-Gala sollte eigentlich schon vergangenes Jahr stattfinden, musste allerdings verschoben werden.

Viele Menschen haben täglich zu kämpfen, wir sollten dankbar sein, dass wir jeden Tag aufstehen können, ist die einleitende Message zum ersten Song »Good Morning Baltimore« aus dem Musical »Hairspray«, der von Miriam Weigang mit Chorbegleitung gesungen wird.

Als Kontrast auf diese sehr fröhliche Nummer folgen einige ruhigere Songs, beispielsweise »Im Grünen Irgendwo« aus »Der kleine Horrorladen« als Solo von Franziska Ritz und »Wehrlos« aus »Die Päpstin«, performt von Carolin Kenntemich und Yannick Bernsdorff. Neben den Songs gibt es auch kleine schauspielerische Einlagen, so wird der Produktionsleiter Simon Glock beispielsweise als Sohn in »Dear Evan Hansen« mit dem Lied »So Big So Small«, gesungen von Janina Zessin, getröstet. Das Publikum verdrückt bei dem ein oder andern Song eine kleine Träne, darf aber im nächsten Moment schon wieder herzlich lachen, zum Beispiel bei Dorilys Schulzes urkomischer Performance von »Sexy« aus »Mean Girls«, die vom Chor in schicken Kostümen begleitet wird. Mindestens genauso lustig ist das Duett »Let’s generalize about men« aus »Crazy Ex Girlfriend«, gesungen von Janina Zessin und Jaline Horst, in dem die beiden Frauen alle Männer diese Welt abkanzeln. Die Gruppe gibt Einblicke in die unterschiedlichsten Musical-Genres und schafft es mit wenigen Requisiten, den bis zum Rand gefüllten Saal in Begeisterung zu versetzen. Auf »This world will remember us« aus »Bonnie & Clyde«, performt von Jaline Horst und Sergej Feller folgt schließlich das Finale »This is me« aus »The Greatest Showman«, Simon Glock findet als Einleitung die passenden Worte: »Ich finde wir haben an diesem Abend schon einiges an Input erhalten, wie man mit Schicksalsschlägen umgehen kann. Aber jeder findet seinen eigenen Weg, denn jeder ist einzigartig und jeder ist gut so wie er ist!« Mit Schwierigkeiten gehe jeder individuell um, der Verein Musical und Kultur Gießen hat die Musik als Mittel in der Not gefunden und trägt dies mithilfe der Band in die Welt hinaus. »Wir sind unendlich froh, dass wir das auf die Bühne bringen konnten, nachdem es letztes Jahr wegen Corona abgesagt werden musste«, schließt Glock und wünscht allen Besuchern einen guten Heimweg mit vielen positiven Gedanken für die »Brighter Future«.

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