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»Ein wichtiges Signal«

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Am 24. März eröffnet Peek & Cloppenburg im Seltersweg. Die Filiale bietet künftig Bekleidung für Frauen und Männer an. © Scholz

Am 24. März öffnet Peek & Cloppenburg seine Filiale im Seltersweg in Gießen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Gießen. Was ist eigentlich bei Peek & Cloppenburg los? Schon von Weitem ist klar zu erkennen, dass genau diese Frage die beiden Selterswegflaneure treibt. Doch auch dem angestrengtesten Blick gibt der Laden seine Geheimnisse noch nicht preis. Das bedeutet allerdings nicht, dass hinter der hellen Steinfassade nichts geschieht. Im Gegenteil: »Wir sind weit. Es sind noch ein paar Rückwände zu bauen. Ware wird eingesteuert, die ist Anfang nächster Woche da. Dann werden wir mit einem Großaufgebot von unterstützenden Mitarbeitern aus anderen Häusern die Ware verräumen und dem Kunden optimal präsentieren. Wir werden am 24. März um 10 Uhr eröffnen«, berichtet Jörg Suchomel, General Sales Manager von P & C.

Mit reichlich Werkzeug ausgestattet verlassen zwei Handwerker den Aufzug. Und geben dem Lieferanten, bildlich gesprochen, die Klinke in die Hand. Viel Ware muss ins Obergeschoss, wo unter anderem die Abteilung für Cocktailkleider längst Form angenommen hat. Mittendrin: Jörg Suchomel. »Unser Konzept ist, der Anbieter vor Ort zu sein. Für Damen und, was wichtig ist, für Herren. Das war hier früher nicht so. Damen und Herren sollen gleichzeitig Spaß haben am Shoppen«, erläutert der General Sales Manager.

Zwischen Kassel und Frankfurt

Der Laden verfüge über eine Mischung aus Original-Shops, etwa von Tommy Hilfiger, und Soft-Shops, in denen unterschiedliche Marken individuell von P&C präsentiert würden. Für Kunden gebe es künftig auch die Möglichkeit, im Online-Shop zu bestellen, die Ware in die Filiale liefern zu lassen und hier abzuholen. Dort könnten die Bekleidungsstücke anprobiert oder auch als Retoure wieder abgeben werden. Starten werde man mit knapp 60 Mitarbeitern, die Peek & Cloppenburg alle in der Region rekrutiert habe. »Wir glauben an den Standort Gießen. Die Stadt ist für uns Mittelzentrum in Hessen. Zwischen Frankfurt und Kassel gibt es eigentlich nur Gießen. Vom Seltersweg erwarten wir uns eine positive Entwicklung«, betont Suchomel.

Ähnlich bewertet Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher die Rückkehr von P&C. Sie sei ein »deutlicher Beleg und ein wichtiges Signal für die Attraktivität des Handelsstandortes Gießen, besonders in Zeiten, die durch die Coronapandemie geprägt sind«. Ein international tätiger Modekonzern wie Peek & Cloppenburg tätige sehr bewusst seine strategischen Investitionen. »Die Rückkehr stellt daher einen Vertrauensbeweis für Gießen und einen wichtigen Schritt zur Steigerung der Anziehungskraft und des Sortimentsangebotes der Innenstadt dar. Es ist zugleich ein positives Signal an weitere Händler, dass Gießen ein lohnender und belebter Standort ist«, führt Becher aus.

»Das ist Überzeugung«

Als Stadt unterstütze man diese Entwicklung sehr gezielt durch Angebote, die die Innenstadt weiter an Aufenthaltsqualität gewinnen ließen. Als Beispiele nennt der Oberbürgermeister eine »mobile Bühne und Veranstaltungen, die bald weiter zur Belebung unserer Shopping-Meile beitragen werden.« In der Innenstadt könne man gut einkaufen und sich wohlfühlen. Darauf baue auch P&C und hoffentlich in Folge noch viele andere. Kai Laumann, mit Hauke Weller Eigentümer der Immobilie, rechnet mit einer positiven Entwicklung, die auch Peek und Cloppenburg mit anstoße. »Ich hoffe, dass wir viel Frequenz bekommen und die anderen Läden auf einer solchen Welle mitfahren können«, erwartet Laumann. »Es ist einzigartig bei P&C, einen Standort zu verlassen und wiederzukommen. Das ist Überzeugung«, ergänzt Weller.

»Ich glaube behaupten zu dürfen, dass der gesamte Seltersweg der Wiedereröffnung von P&C nahezu entgegenfiebert«, freut sich Heinz-Jörg Ebert,Vorsitzender des BIDs Seltersweg. Der modisch-geprägte Seltersweg bekomme wieder einen Magneten, von dem die lebendige Innenstadt profitieren werde. Das spüre man auch im filialisierten Umfeld.: »Angedachte Geschäftsaufgaben wurden wieder revidiert. Die Nachfragen nach Ladenlokalen steigen. Und schon schauen wir in Richtung Elefantenklo, wo Faber&Schnepp mit Hochdruck eine Markthalle, Lebensmittelversorgung und multifunktionales Innenstadtleben plant. Der Standort entwickelt sich - allen Krisen zum Trotz - mutmachend weiter«, so Ebert. Er lobt den Einsatz heimischer Investoren.

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