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»Eintritt in die deutsche Gesellschaft«

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Von: Lukas Jahn

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Willkommen in Gießen: Begrüßungsfeier für die Neueingebürgerten im Rathaus. Foto: Jahn © Jahn

Gießen (ljh) »Willkommen in Gießen« stand auf dem Plakat neben dem Rednerpult - und das war auch das Motto der Veranstaltung. Im Atrium des Rathauses wurden neue deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit einem Empfang gebührend willkommen geheißen. Wobei die frisch Eingebürgerten natürlich auch schon vorher ohne deutschen Pass Gießener und integrierte Teile der Stadtgesellschaft waren, wie Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher betonte.

Unter den Neu-Gießenern sind alle Generationen vertreten, von jungen Familien mit Kleinkindern bis zu Senioren.

Mit den unterschiedlichsten Lebenswegen der neuen Staatsbürger werden auch deren Geschichten Teil der Stadtgesellschaft, freute sich der Oberbürgermeister. Stolz zeigte sich Becher, dass die Neubürger Deutschland als Grundlage für ihr neues Leben gewählt haben. Gießen lebe entsprechend auch Toleranz und Vielfalt. Und so könnten sie nun »helfen, die Gesellschaft noch besser zu machen«.

Auf Möglichkeiten zur Teilhabe und demokratischen Mitbestimmung ging auch Stephane Tcheua Ngatchou vom Gießener Ausländerbeirat ein. Er erinnerte sich an seine eigenen Erfahrungen mit der Einbürgerung und sprach vor allem die neuen Rechte und Pflichten als Deutscher an. Man erhalte mit der Einbürgerung »mehr als nur ein Stück Papier«, es sei viel mehr der Eintritt in die deutsche Gesellschaft.

Einen symbolischen Schlüssel aus dem oberhessischen Museum hatte Museumsleiterin Dr. Katharina Weick-Joch aus dem oberhessischen Museum mitgebracht. Diesen Schlüssel hatte einst ein kleiner Junge in der Ruine des alten Schlosses gefunden, heute wird er im Museum ausgestellt. So sammelt das Museum vor allem Geschichten hinter den Exponaten, und solcher Erfahrungsaustausch soll nun auch mit den Neubürgern stattfinden.

Auch Stadträtin Astrid Eibelshäuser, zuständig unter anderem für Integration, freute sich, beim mittlerweile 21. Einbürgerungsempfang die »Entscheidung für die deutsche Staatsbürgerschaft zu feiern«. Von 636 Einbürgerungen aus rund 65 verschiedenen Ländern konnte Eibelshäuser berichten. Die größte Gruppe kam dabei aus Syrien, was als Erfolgsgeschichte der Integration nach der Flüchtlingswelle 2015 gesehen werden kann. Man habe ein »neues Zuhause« für viele geschaffen, konnte sich Eibelshäuser freuen. Gießen sei in besonderer Weise durch Integration geprägt.

Musikalisch untermalt wurde der Empfang passenderweise vom multikulturellen Orchester der Stadt mit einer Besetzung mit Wurzeln aus den unterschiedlichsten Ecken der Welt. So boten sie auch eine musikalische Rundreise über den Globus von Frankreich über Griechenland bis nach Israel an.

Abschließend verteilten Becher und Eibelshäuser kleine Präsenttüten als Willkommensgeschenk.

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