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Engagement am Wegesrand

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Die Rettung der Welt beginnt im Kleinen und jeder kann dazu einen Beitrag leisten - auch in der Liebigstraße. © Privat

Gießen. Wer mit wachem Blick durch die Welt geht, kann auch in Zeiten, in denen allerorts schlechte Nachrichten auf einen niederprasseln - ob nun Corona, Ukraine-Krise oder Inflation - Mutmachendes am Wegesrand entdecken.

Ein aufmerksamer Anzeiger-Leser schickte uns dieses Foto aus der Liebigstraße. Dort haben sich - offensichtlich noch recht junge - Anwohner kurzerhand entschlossen, selbst etwas gegen die zunehmende Vermüllung der Ozeane zu unternehmen, und das kann man ja schließlich auch in der «Stadt ohne Meer«.

Die jungen Aktivisten haben sich eines Problems angenommen, das - wie viele andere auch - ihre Generation kaum verursacht hat, aber in voller Härte treffen wird. Seit seiner Erfindung vor rund 130 Jahren wurde so viel Plastik produziert, dass man damit die Erde sechsmal komplett in Folie wickeln könnte, hat der World Wildlife Fund For Nature (WWF) ausgerechnet. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden weltweit jedes Jahr etwa 240 Millionen Tonnen Plastik produziert.

Das ist so viel, dass, obwohl die Meere 70 Prozent der Erdoberfläche bedecken, heute auf jedem Quadratkilometer Ozean bis zu 18 000 Plastikteile schwimmen. Und die können, weil sie von Tieren leicht mit Nahrung verwechselt werden, Meeresbewohnern von der Schildkröte bis zum Blauwal den Garaus machen. Darauf wollen die Gießener Nachwuchs-Umweltschützer nicht nur hinweisen, sondern sie haben neben ihr Plakat auch eine Spendenbox gestellt. Mit diesen Spenden wollen sie den WWF unterstützen - lobens- und vor allem nachahmenswert!

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