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»Entdeckungsreise ist noch nicht beendet«

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Spektakuläre Ansichten bot die Theaterfassade bei den »Gießener Auftritten«. © Rolf K. Wegst

Gießen (red). Mit der Veranstaltungsreihe »Gießener Auftritte« betrat das Stadttheater Gießen Neuland. Ziel war es, mit diesem digitalen Format Kunst und Kultur für alle kostenlos im Herzen der Stadt zugänglich zu machen. Nun zieht das Haus Bilanz: »Insgesamt haben sich an fünf Wochenenden im August und September 1200 Besucher offiziell registriert, um die Bewegtbilder auf dem Rathausplatz und der Theaterfassade zu sehen.

Hinzu »kam ein nicht schätzbares Laufpublikum«, heißt es in einer Pressemitteilung.

Unter der künstlerischen Leitung des Gießener Ballettdirektors Tarek Assam und des Produktionsleiters Christoph Jilo waren insgesamt 90 künstlerische Beiträge aus den Bereichen Tanz, Musik und Bildende Kunst auf zwei Projektionsflächen zu erleben.

Über 15 Veranstaltungstage verteilten sich insgesamt 40 Stunden Einblicke in die Arbeit zahlreicher regionaler und überregionaler Kunstschaffender. Live-Auftritte der Tanzcompagnie Gießen sowie Performances in der Rathaus-Tiefgarage rundeten das Angebot ab. Neben einer großen LED-Wand vor dem Rathaus erwies sich vor allem die Jugendstil-Fassade des Theaters als Hingucker. Mittels Videomapping hatte sie sich in eine überdimensionale Leinwand verwandelt.

»Mit den Gießener Auftritten haben wir Kunst und Kultur in die Mitte der Stadt gebracht und um eine digitale Darstellungsoption erweitert«, bilanziert Tarek Assam. »Bei der Realisierung fühlten wir uns wie Pioniere beim Betreten von Neuland - weit über die Ästhetik des Tanzes hinaus. Doch unsere Entdeckungsreise ist noch lang nicht beendet, es gibt noch viel über das Präsentieren von digitaler Kunst und von Kunstwerken in digitalen Medien zu lernen.«

Im Durchschnitt haben sich laut Stadttheater 80 Besucher pro Veranstaltung registriert. Nicht mitgerechnet ist eine Vielzahl an Passanten, die sich nicht offiziell registrierten. So seien mit der niederschwelligen Ausrichtung der kostenlosen Reihe besonders Menschen erreicht worden, »die womöglich noch nie im Zuschauerraum einer Tanztheatervorstellung saßen oder eine Kunstausstellung besucht hatten«, heißt es weiter.

Das Stadttheater betont in der Mitteilung zudem, dass gezielt regionale Kulturschaffende und Soloselbstständige eine Präsentationsmöglichkeit bekommen haben, darunter Musiker, Fotografen, Studenten der Angewandten Theaterwissenschaft, aber auch das Liebigmuseum oder die Stadtbibliothek. Alle Beiträge seien vergütet worden. Mit der technischen Umsetzung seien zudem regionale Unternehmen aus der Kulturbranche betraut worden.

Finanziert wurde das Projekt unter Federführung von Stadttheater und Stadt Gießen im Rahmen des Programms »Ins Freie«, das vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst landesweit aufgelegt worden ist.

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