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Erfolgreicher Projektabschluss

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Hilfsmaterialien, darunter ein Rollstuhl, werden in Uganda verteilt. Foto: Lebenshilfe Gießen © Lebenshilfe Gießen

Mehr als 300 überwiegend junge Menschen mit sogenannter geistiger sowie körperlicher Behinderung in ländlichen Regionen Ugandas werden durch ein Gemeinschaftsprojekt nachhaltig unterstützt.

Gießen (red). Ein gemeinsames Projekt des Vereins für Entwicklung, Inklusion und Kommunikation mit Ost und Süd (»Eikos« e.V.), der Lebenshilfe Gießen sowie der Selbsthilfeorganisation Inclusion Uganda zugunsten von Menschen mit Behinderung in Uganda fand kürzlich und nach 15-monatigem Engagement einen erfolgreichen Abschluss.

Dank der durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten Initiative, bei dem alle Partner auch eigene Finanzierungsanteile trugen, konnten mehr als 260 mittellose Familien beziehungsweise mehr als 300 überwiegend junge Menschen mit sogenannter geistiger sowie körperlicher Behinderung in verschiedenen ländlichen Regionen Ugandas unter nachhaltiger Perspektive unterstützt werden.

»Die Förderung der Selbsthilfe der Familien und der Menschen mit Behinderung stand bei unserer gemeindeorientierten Arbeit im Vordergrund«, erläutert Harald Kolmar, Vorsitzender des im Ebsdorfergrund ansässigen Vereins »Eikos« sowie Verantwortlicher für Internationale Arbeit bei der Lebenshilfe.

Im Detail verweist Kolmar auf eine Vielzahl umgesetzter oder angestoßener Maßnahmen, darunter auch materielle Unterstützungen (zum Beispiel die Anschaffung von Hilfsmitteln, wie Rollstühle, Rampen, angepasste Bettgestelle, aber auch Lernmaterialien für junge Menschen) in dem ostafrikanischen Staat, der zu den ärmsten Ländern der Erde zählt.

So konnten in den zurückliegenden Monaten in verschiedenen Gemeinden mehr als 40 Selbsthilfegruppen aufgebaut werden. Diese setzten oder setzen sich aus je fünf bis zehn Familien, in denen Personen mit Hilfebedarf leben, zusammen und fokussieren verschiedene Arbeitsschwerpunkte: etwa den Anbau von Gemüse, die Schweine-, Ziegen- oder Hühnerhaltung, den Aufbau kleinerer Handwerkseinheiten (unter anderem Schuhreparatur, Fahrradreparatur) sowie die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte. »Die Gruppen bekamen anfangs Materialien und Kleinkredite zum Aufbau der jeweiligen Aktivitäten und wurden dadurch in die Lage versetzt, Gewinne zu erwirtschaften, sich selbst weiterzuentwickeln und so die einzelnen Familien wirtschaftlich und sozial zu unterstützen. Dabei ist es immer von Bedeutung, dass Menschen mit Behinderungen in dem einzelnen Projekt eine zentrale Rolle übernehmen und miteinbezogen werden«, sagt Harald Kolmar, der kürzlich mit Magnus Schneider, bis 2018 Vorstand der Lebenshilfe Gießen, selbst noch einmal nach Uganda gereist ist, um abschließende Gespräche und Planungen mit den Projektteilnehmern durchzuführen.

Auch wenn das jüngste Projekt formal abgeschlossen ist, hält Harald Kolmar fest, dass Selbsthilfe und die Förderung von Einkommen schaffenden Maßnahmen für betroffene Familien auch zukünftig vor Ort gefördert werden sollen.

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