Ergebnisse für Gießen liegen vor

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GIESSEN - (olz). Auch das Ergebnis der Wahl des städtischen Ausländerbeirats liegt mittlerweile vor. Mit 69,87 Prozent der abgegebenen Stimmen hat die Liste "Gießen International (GI)" die Abstimmung klar für sich entschieden. Die zweite "Liste für Vielfalt und Teilhabe (ViT)" erhielt 30,13 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 10,76 Prozent der insgesamt 14 429 Wahlberechtigten.

Von den 31 Sitzen entfallen 22 Sitze auf GI und neun Sitze auf ViT.

Weniger Listen

Mit der Wahl, die am vergangenen Sonntag im Rahmen der Kommunalwahl stattfand, ändert sich die Struktur des Gremiums. Denn bislang haben sich die Gießener Integrationsliste, Gießen International, die Aktive interkulturelle Liste und die Westtrakische Liste die 31 Sitze des Beirats geteilt. Nach der Wahl setzt sich der Ausländerbeirat nur noch aus zwei Listen zusammen. Mit der diesjährigen Wahlbeteiligung ist der langjährige Vorsitzende Zeynal Sahin grundsätzlich zufrieden. Auch wenn man das "Wunschziel von 20 Prozent nicht erreicht hat. Aber die Beteiligung hat sich wesentlich erhöht, auch wenn uns die Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht hat." Hinzukomme das Problem, die Wahlberechtigten in der Erstaufnahmeeinrichtung zu erreichen.

"Keine Stammwähler"

"Und wir müssen immer wieder neue Wähler gewinnen. Viele von denen, die an der letzten Wahl teilgenommen haben, sind mittlerweile eingebürgert", erläutert Sahin. Anders als Parteien, die seit Jahrzehnten aktiv sind, verfüge der Beirat über keine Stammwähler. Zudem gelte es bei jeder Wahl, die neuen Wähler an die deutsche Politik heranzuführen. "Vor diesem Hintergrund hat sich die Wahlbeteiligung wesentlich erhöht", resümiert Sahin.

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