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Erste Frau an der Spitze des Zollamts

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Uta Ruge ist Chefin von 1000 Zöllnern. © HZA

Uta Ruge hat die Leitung der Gießener Behörde von Johannes Weishaupt übernommen und ist damit Chefin von 1000 Zöllnern. Ihr Lebenslauf weist ein breites Portfolio auf.

Gießen (red). Neue Leiterin des Hauptzollamtes Gießen ist die 44-jährige Uta Ruge. Sie ist damit die erste Frau an der Spitze des Amtes in seiner 190-jährigen Geschichte. Ruge folgt auf Johannes Weishaupt, der bereits vor einiger Zeit zur Generalzolldirektion in Bonn wechselte.

»Wir befinden uns in einem turbulenten Wandel bisher bekannter Arbeitswelten: Agilität, Nachhaltigkeit und digitale Transformation treffen auf langjährige fachliche Erfahrung und Konsistenz. In diesen herausfordernden Zeiten sind mir Verlässlichkeit im Verwaltungshandeln, der Austausch mit Zusammenarbeitsbehörden als auch Service und Transparenz gegenüber Wirtschaft sowie Bürger*innen besonders wichtig« betont die neue Zoll-Chefin.

Der Eintritt der 1977 in Dresden geborenen Volljuristin in die Zollverwaltung erfolgte 2005 nach dem Jura-Studium in Passau mit Referendariat in Darmstadt und einer Tätigkeit in einer Frankfurter Rechtsanwalts- und Steuerkanzlei bei der damaligen Oberfinanzdirektion Koblenz, Zoll- und Verbrauchsteuerabteilung in Neustadt/Weinstraße.

Ihr bisheriger Berufsweg zeigt ein breites Portfolio in verschiedenen Funktionen und Verwaltungsebenen: Dazu gehörten Tätigkeiten als Referentin für unterschiedlichste Steuerrechtsgebiete, das Beschaffungswesen und das Organisationsmanagement an der Oberfinanzdirektion, der Generalzolldirektion sowie einige Jahre im Bundesfinanzministerium.

Mehr als sechs Jahre leitete sie zudem operativ den Kontrollbereich einer der größten Zolldienststellen am Frankfurter Flughafen. Darüber hinaus ist sie seit Anbeginn mitwirkend oder leitend in Projekten und Arbeitsgruppen der Zollverwaltung aktiv.

Das Hauptzollamt Gießen ist als Bundesbehörde mit derzeit 1002 Beschäftigten und einem großen Flächenbezirk zuständig für Nord-, Ost- und Mittelhessen mit größeren Zollstandorten in Kassel, Bad Hersfeld und Fulda und sechs Zollämtern. Das Amt nimmt jährlich insgesamt mehr als zwei Milliarden Euro Steuern ein.

Darüber hinaus ist das Amt auch Ausbildungsamt für den mittleren und gehobenen Zolldienst. Aufgrund des stetig steigenden Personalbedarfs werden auch für das kommende Einstellungsjahr Bewerbungen begrüßt.

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