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Erste Schulpartnerschaft mit Israel gestartet

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Die Austauschschüler mit Stadträtin Astrid Eibelshäuser (hinten, 2.v.r.), WSO-Schulleiterin Annette Greilich (mittlere Reihe, 2.v.l.) sowie die Schulleiterin der Darca High School, Khouzama Halabi (m., 3.v.r.) und deren Kollege, Rocken Hasson (m.,r.). Foto: Rühlemann © Rühlemann

Dank finanzieller Unterstützung gelang es der Wirtschaftsschule am Oswaldsgarten erstmals, ein Austauschprojekt zwischen Schülern aus Gießen und Jugendlichen aus Israel zu realisieren.

Gießen (rü). Für die Schulleiterin der Wirtschaftsschule am Oswaldsgarten, Annette Greilich, und die Schülerschaft ist es eine Premiere: Dank finanzieller Unterstützung gelang es erstmals, ein Austauschprojekt zwischen Schülerinnen und Schülern aus Gießen und Jugendlichen aus Israel zu realisieren. Das Bundesministerium für Familie und Jugend förderte den Austausch mit den Jugendlichen der israelischen Darca High School ebenso wie das Koordinierungsszentrum deutsch-israelische Jugendaustausche und der Pädagogische Austauschdienst (PAD).

Am vergangenen Mittwochmittag begrüßte Stadträtin Eibelshäuser die israelische Schülergruppe und deren Schulleiterin aus Daliat el Carmel im Stadtverordnetensitzungssaal des Rathauses.

»Ich freue mich sehr über diese Schulpartnerschaft, die einen Austausch zwischen den Schülerinnen Schülern möglich macht, weil hier echte Begegnung stattfindet und Freundschaften entstehen«, begann die Stadträtin ihre Empfangsrede. Auch die Grußworte der Schulleiterin der Wirtschaftsschule am Oswaldsgarten (WSO) bekräftigen den hohen Wert, den diese Partnerschaft für den interkulturelle Austausch der Nationen hat.

Im Rahmen des einwöchigen Austauschs durften sich die Jugendlichen auf ein buntes Programm freuen. Der Besuch des hessischen Landtags, Rüdesheim und Frankfurt mit dem Anne-Frank-Haus und dem jüdischen Museum waren vorgesehen. Die Stolpersteine in Gießen hatten sich die Gäste bereits angesehen.

»Mich beeindrucken die Stolpersteine«, erzählt eine Schülerin aus Israel, weil sie personalisiert sind und jeder einzelne für ein Schicksal steht, das Betroffene in der Nazizeit erlebt haben«.

Mit seiner hohen Anzahl an Studenten ist Gießen die jüngste Stadt Hessens, was natürlich eine Bereicherung ist, sowohl was die Vielfalt der Menschen angeht als auch die Offenheit für kulturellen Austausch.

Ein Ziel sei es, betonte Eibelshäuser in ihrer Empfangsrede, dass alle, die hier leben, gleichberechtigt ihr Leben gestalten können, Toleranz erfahren und Religionsfreiheit genießen. Ein klares Zeichen formulierte sie ferner gegen jedwede Art von Rassismus und Demokratiefeindlichkeit.

Die Gießener Schüler wollen im November nach Israel reisen, um das Land kennenzulernen und die entstandenen Freundschaften zu vertiefen.

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