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Evangelisches Dekanat zieht in die Innenstadt um

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Das Evangelische Dekanat befindet sich bald an einem zentralen Ort der Stadt. Foto: Evangelisches Dekanat Gießen © Evangelisches Dekanat Gießen

Das Büro des Dekans, des Dekanatsvorsitzenden und die Verwaltung für 20 Kitas in und um Gießen sind ab 11. Oktober in der Südanlage 13 gegenüber der Johanneskirche untergebracht.

Gießen (mh). Das Evangelische Dekanat Gießen bezieht Anfang Oktober Räumlichkeiten in der Gießener Innenstadt. Das Büro des Dekans, des Dekanatsvorsitzenden und die Verwaltung für 20 Kitas in und um Gießen sind ab 11. Oktober in der Südanlage 13 gegenüber der Johanneskirche untergebracht. Die bisherigen Räume in der am Rand zu Kleinlinden gelegenen Carl-Franz-Straße 24 werden künftig von der Evangelischen Regionalverwaltung Oberhessen genutzt, die ihre Außenstelle in Alsfeld auflöst und die Verwaltung in Gießen zusammenführt.

Das Gebäude in der Südanlage 13 gehört der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und diente bereits als Domizil für kirchliche Einrichtungen, erläutert der ehrenamtlich tätige Dekanatsvorsitzende, der frühere Verwaltungsjurist, Gerhard Schulze-Velmede. »Nachdem das Stadtjugendpfarramt aus der Südanlage ausgezogen war und die ›Junge Kirche‹ sich in den Räumlichkeiten der Lukasgemeinde eingerichtet hatte, gab es die Chance für das Dekanat, an einen zentralen Ort ins Gießener Stadtzentrum umzuziehen.« Die Leitung und Verwaltung des Dekanats werden im ersten Obergeschoss untergebracht sein und im zweiten Obergeschoss der Fachbereich Kindertagesstätten.

»Das Dekanat freut sich darauf, zukünftig an einem zentralen Ort für alle kirchlichen Einrichtungen und für sonstige Besucher ansprechbar zu sein«, sagt Schulze-Velmede. In dem Haus ist, wie bisher, auch die Evangelische Tagesstätte für ältere Menschen mit Behinderung zu finden, die allerdings vom ersten Obergeschoss in das Hochparterre gezogen ist. Die Tagesstätte hätte sonst wegen brandschutzrechtlicher Auflagen nicht weiter betrieben werden können.

Dekan André Witte-Karp verweist darauf, dass im Gebäude des Dekanats ab nächstem Jahr der neue Referent für Flüchtlingsarbeit und Flüchtlingsseelsorge der Region Nord der EKHN seinen Dienstsitz haben wird. »Er wird in Stadt und Region ein wichtiger Ansprechpartner sein und unsere vielfältige kirchliche Arbeit für Geflüchtete unterstützen und vernetzen«, so Witte-Karp. Im Dekanatsgebäude wird 2023 mit einem »Herberge-Apartment« auch ein beispielgebendes Wohnprojekt für in Not geratene Geflüchtete entstehen.

Das Dekanat Gießen vertritt die Evangelische Kirche in der Region und organisiert die kirchlichen Dienste in seinem Bereich und führt für rund 20 evangelische Kitas die Geschäfte. Der Dekan ist Dienstvorgesetzter der Pfarrer. Das von einem ehrenamtlich tätigen Vorsitzenden geleitete und aus Vertretern der Gemeinden und Einrichtungen zusammengesetzte Kirchenparlament, die Dekanatssynode, ist verantwortlich für die Entwicklung der Kirche in der Region und setzt die Schwerpunkte der kirchlichen Arbeit fest.

Zum Evangelischen Dekanat Gießen gehören derzeit 25 Kirchengemeinden in und um Gießen mit knapp 50 000 Mitgliedern. Es umfasst Kirchengemeinden in der Stadt Gießen sowie der Stadtteile Wieseck, Kleinlinden und Allendorf. Außerdem gehören Gemeinden in Biebertal, Heuchelheim, Linden, Lang-Göns, Fernwald und Pohlheim dazu.

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