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»Exbodiment« im Unteren Hardthof

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Gießen (red). Während der umbaubedingten Schließung ist die Kunsthalle Gießen zu Gast im Unteren Hardthof. Zur kostenlosen dritten Performance-Veranstaltung im Rahmen der Reihe »Exbodiment« sind am Dienstag, 30. August, ab 19 Uhr die Künstler Rocío Boliver aus Mexiko und Tokio Maruyama aus Japan live zu erleben.

Rocío Boliver gilt als eine Ikone der mexikanischen Underground-Kultur. Laut Amnesty International ist die extreme Gewalt gegen Frauen und Mädchen bis hin zu Femiziden in Lateinamerika seit 2018 weiter gestiegen. Boliver macht die abstrakten Zahlen auf schmerzhafte Weise sichtbar. Und sie verlangt ihrem Publikum einiges ab.

Der japanische Künstler Tokio Maruyama legte, noch bevor im Jahr 2000 der Begriff des Anthropozäns aufkam, in seinen Performances und Installationen dar, dass die Welt in einen Zustand des »Hybriden« hinübergeglitten war. Er schafft künstlerische Situationen zwischen Installation und Aktion, die auf den Moment des drohenden Zusammenbruchs hinauslaufen. Eine fragile Balance zwischen Aufrechterhaltung und Kollaps.

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