"Fabrik19" als Ankermieter: Neuer Coworking-Space in Gießen auf der Zielgeraden

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GIESSEN - (olz). Das Bahnhofsviertel verändert sein Gesicht - nicht nur durch die Baumaßnahmen, die Kai Laumann in und um Alte Post und Telegrafenamt derzeit vornehmen lässt. Auch auf der gegenüberliegenden Seite sind zahlreiche Handwerker intensiv dabei, auf die Zielgerade einzubiegen. Die Rede ist vom ehemaligen Paketverteilzentrum der Post, das über Jahre leer stand und demnächst einen sogenannten Coworking-Space beherbergt.

Ankermieter ist die "Fabrik19". Ende des Monats will das heimische IT-Unternehmen einziehen im neuen Domizil, offizielle Einweihung ist am 28. November. "Elektrik und Netzwerk sind fertig. Es wurden 16 Kilometer Netzwerkkabel verlegt", erzählt Geschäftsführer Mark Pralle beim Baustellenbesuch mit dem Anzeiger.

Das leicht wimmernde Kreischen eines Trennschleifers zerschneidet die Stille in der Bahnhofstraße 82. Der Geruch nach frischer Farbe liegt in der Luft. Wer in dem Gebäude 2015 etwa beim Festival "Theatermaschine" des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaften der Justus-Liebig-Universität war, dürfte die Örtlichkeit kaum wiederkennen. Denn dort, wo einst eine Fläche in der gefühlten Größe eines Fußballfeldes war, teilen heute Wände den Raum. Dessen Umgestaltung ist weit fortgeschritten: Fußböden sind gelegt, die Lampen funktionieren bereits, allerdings fehlen die Türen noch. "Insgesamt stehen hier knapp unter 1800 Quadratmeter zur Verfügung. Rund 500 Quadratmeter davon übernimmt die 'Fabrik19'", erläutert Pralle. Bloß Ankermieter ist sein Unternehmen, für das die aktuellen Räume an der Lahn zu klein geworden sind, nicht. Die Firma ist auch Partner vor Ort für die Frankfurter von "SleevesUp!", die den neuen Coworking-Space in Gießen betreiben. Wer neben seinen Leuten in die neuen Büros ziehen werde, könne er noch nicht sagen, aber "wir haben ein deutlich höheres Interesse als Räume zur Verfügung", ergänzt Pralle.

Neben Büros mit voll ausgestatteten Arbeitsplätzen entsteht eine sogenannte "Pitch-Area" mit Bühne und Tribüne, in der künftig Veranstaltungen wie Workshops oder Vorträge stattfinden können. "Effektiv angefangen haben wir im August. Die notwendige Nutzungsänderung hat sehr lange gedauert", erzählt der "Fabrik19"-Geschäftsführer beim Rundgang durch die großen Räume, die eine eigene Küche haben. Zu den Arbeiten, die noch zu erledigen sind, zählt die Möblierung der Büros in dem riesigen Komplex.

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