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Fachbereich droht Finanzdefizit von 1,9 Millionen Euro

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Gießen (red/fod). Der Justus-Liebig-Universität (JLU) ist es bezüglich der großen Finanzprobleme am Fachbereich 03 (Sozial- und Kulturwissenschaften) wichtig, darauf hinzuweisen, dass es keine Entscheidung des Präsidiums gibt, im laufenden Haushaltsjahr nur 100 statt 113 Vollzeitäquivalente bei den Personalstellen zu finanzieren. Korrekt sei, dass das Jahresbudget des Fachbereichs eigentlich nur für 100 ganze Stellen ausreicht, es aktuell aber 113 besetzte Stellen gibt.

»Die zusätzlichen Personalstellen müssen in den kommenden Jahren nach und nach abgebaut werden, indem Stellen von ausscheidenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht oder in geringerem Umfang nachbesetzt werden - dies kann selbstverständlich nicht sofort geschehen«, heißt es weiter.

Kredit einräumen

Das für dieses Haushaltsjahr prognostizierte Defizit von 1,9 Millionen Euro sei vor diesem Hintergrund bereits so gut wie sicher, sofern nicht Beschäftigte die JLU in diesem Jahr vor Ablauf ihres Vertrags verlassen. Zudem werde das Präsidium dem Fachbereich für die Übergangszeit bis zur Konsolidierung der Finanzen einen Kredit einräumen.

Einsparungsbedarf

Im Übrigen stehe dieser Sachverhalt nicht im Gegensatz zu Äußerungen der zurückgetretenen Fachbereichsdekanin, heißt es. Diese hatte sich in der Senatssitzung auf fünf Personen bezogen, deren befristete Aufstockungsverträge aufgrund der kurzfristigen Haushaltssicherungsmaßnahmen nicht wie ursprünglich geplant zustande kommen konnten. Die 13 vom Gießener Unipräsidenten im Senat genannten Vollzeitstellen stellen dagegen »den groben mittelfristigen Einsparbedarf dar, der im Rahmen des vom Dekanat zu erarbeitenden Konsolidierungskurses zu berücksichtigen ist«, teilt die JLU mit.

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