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»Fantastisch und phänomenal«

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Viele Besucher, keine Zwischenfälle und sogar ein Tag Verlängerung: Die Schausteller sind überaus zufrieden mit der Gießener Herbstmesse undziehen positive Bilanz.

Gießen. Im Großen und Ganzen sei die diesjährige Herbstmesse ein Erfolg gewesen, bilanzieren die Schausteller am Ende des Volksfestes, das dieses Mal sogar um einen Tag verlängert wurde: Der »Tag der Deutschen Einheit« bescherte den Betreibern an der Ringallee volle Kassen.

Rings um das Gelände gab es keine freien Parkplätze mehr, auch auf Rasenflächen stellten Besucher ihre Fahrzeuge ab. Ein Ehepaar aus Herborn reiste mit den beiden Kindern an, die jüngste Tochter erlebte zum ersten Mal einen solchen Vergnügungspark. Nicht zu warm und nicht zu kalt - ideales Wetter herrschte am letzten Tag der Messe, was entsprechend viele Menschen lockte. Somit mussten die Besucher etwas Geduld mitbringen. Lange Schlangen bildeten sich vor den Fahrgeschäften, dem hohen Riesenrad oder der Attraktion »Fast and Furious« und auch bei den herkömmlichen Ständen war Warten angesagt. »Ausverkauft« stand handgeschrieben auf einem Zettel am Früchtestand von Jürgen Uhl. Das gesamte Obst beispielsweise für die Fruchtspieße oder Schokobananen konnte wegen des Wochenendes nicht nachgeordert werden. Des einen Freud, des anderen Leid. Eva Uhl, die seit 30 Jahren den Früchtestand betreibt, hat so etwas noch nicht erlebt.

»Daumen hoch« und ein sattes Lachen auf dem Gesicht von Max Wagner zeigen die Zufriedenheit des Schaustellers aus Buseck. Und er setzt noch eins drauf: »Fantastisch und phänomenal« beschreibt er die Herbstmesse. Die Menschen hätten den Schaustellern trotz der Pandemie die Treue gehalten, freut sich der Unternehmer und muss schon wieder zu seinen Kunden eilen.

Moderate Preise

Der Familientag sei gut besucht gewesen, hieß es bei einer Umfrage, auch das Wetter am Samstag mit einem starken Hagelschauer hielt die Leute nicht davon ab, in die Ringallee zu kommen.

»Wir bieten eben noch etwas für das normale Volk«, sagt der Vorsitzende vom Schaustellerverein Gießen, Andreas Walldorf. Die Preise bezeichnet er als moderat, so kostete die Fahrt mit dem Kinderkarussell »Babyflug« wie schon 2019 2,50 Euro. Das Publikum während der Herbstmesse sei freundlich und zufrieden gewesen, es kam zu keinen Zwischenfällen, freut sich Walldorf. Und muss gleich auf sein Fahrgeschäft, um zu kassieren, denn Personal ist knapp in diesen Zeiten. Der Vorsitzende des Schaustellerverbandes Mittelhessen, Werner Wambold, zieht ebenso eine positive Bilanz. »Die Leute wollten raus, weil sie nicht wissen, was im Herbst auf sie zukommt«, vermutet er.

Die Gießen Marketing GmbH sei sehr zufrieden mit dem Verlauf der Messe und dem Besuch, sagte auf Anfrage Maj-Britt Hahn, Kaufmännische Leitung. Ein Schausteller hatte ihr gegenüber berichtet, er habe das Volksfest Messe noch nie so voll erlebt. Die Höhenrettung des Landkreises Gießen übte an einem Sonntagmorgen am Riesenrad. Das war das erste Mal für das Team der Höhenrettung und auch für die Stadtmarketing. Daher wurde das im Vorfeld nicht publik gemacht, um zu verhindern, dass sich zu viele Menschen im Trainingsbereich aufhielten. Zudem konnten Interessierte einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Das Wetter an den letzten Tagen der Herbstmesse trug zum Gelingen eines der größten Volksfeste in Mittelhessen bei. »Gut, dass wir im Trockenen abbauen können«, ist ein Schausteller gut gelaunt. In Grünberg geht es für ihn - wie für viele andere Kollegen - quasi nahtlos weiter. Und dann kommt bald der Weihnachtsmarkt in Gießen, zu dem Einzelheiten aber noch nicht bekannt sind.

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