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(Fast) nichts Neues bei den 50ern

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Manuela Thurm (li.) überreicht eine Spende ihrer Vereinigung an die jüngsten Jahrgänge. Foto: Jung © Jung

Der Gesamtverein der Gießener Fünfziger-Vereinigungen bestätigte die Vorstandsspitze mit Otto Suckfüll und Angelika Moos. Im weiteren Verlauf gab es einiges Hin und Her.

Gießen. Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des Gesamtvereins der Gießener Fünfzigervereinigungen stand die Neuwahl des Vorstandes. Otto Suckfüll bleibt weiterhin Vorsitzender, von den 38 Stimmberechtigten stimmten 36 für ihn, zwei enthielten sich. Angelika Moos wurde als stellvertretende Vorsitzende für den Bereich Damenvereinigungen bestätigt und Volker Klippel bleibt stellvertretender Vorsitzender und für den Bereich Herrenvereinigung zuständig. Die Position der stellvertretenden Schatzmeisterin, die bisher Gabi Balser besetzte und aus privaten Gründen nicht mehr antrat, übernimmt Torsten Henning. Neu in den Vorstand wählten die Delegierten als Beisitzer Joachim Mampoteng, der sich selbst vorgeschlagen hatte.

Angelika Moos appellierte nach der Wahl an die Versammlung, dass sich mit Blick auf das Alter der Vorstandsmitglieder doch einige jüngere Mitglieder bereiterklären sollten, als Beisitzer gewählt zu werden, damit eine Verjüngung eintreten könne. Das verwunderte eine Anwesende, denn vor der Wahl mit offener Abstimmung wurden der Versammlung nur Vorschläge aus dem amtierenden Vorstand präsentiert. Das Publikum im Saal nannte allerdings auch keine Gegenkandidatinnen und -kandidaten.

Begonnen hatte die Versammlung mit einer ausgedehnten Diskussion über die Kassenprüfung. Zuvor musste die Tagesordnung um den Bericht der Schatzmeisterin Renate Pangritz ergänzt werden, denn der war in der Einladung nicht aufgeführt. Nach der Satzung vom Gesamtverein haben die Kassenprüfer die Jahresabrechnungen zu prüfen und der Mitgliederversammlung das Ergebnis mitzuteilen. Sie sind auch berechtigt, jederzeit Prüfungen der Kasse sowie der Bücher und Belege vorzunehmen. Einigen Mitgliedern reichte das offenbar nicht aus, immer wieder wurden Forderungen nach einem Finanzbericht formuliert, der allerdings über das, was die Kassenprüfer zu prüfen haben, hinausgeht.

Nach einigem Hin und Her und unterschiedlichen Auffassungen zum Umfang der Unterlagen sowie der Aufklärung durch die Mitarbeiterin eines Steuerbüros, das die Buchhaltung für den Verein durchführt, kam endlich das erlösende »Die Kasse ist vorbildlich geführt« von Kassenprüfer Joachim Mampoteng. Er hatte zuvor bemängelt, eine Kassenprüfung für den Gesamtverein in diesem Umfang überfordere Mitglieder, die das ehrenamtlich übernähmen. Die Versammlung entlastete schließlich den Vorstand. Kassiererin Renate Pangritz appellierte an die Delegierten, ihren Jahrgängen weiter zu geben, dass die Beiträge künftig fristgemäß an den Gesamtverein überwiesen werden. Dietrich Schwarz ist für zwei Jahre neuer Kassenprüfer, ein Jahr fungiert Norbert Pewny in diesem Amt, zwei weitere Ersatzprüfer bestellte die Versammlung.

An den Fünfziger Nachrichten wird der Gesamtverein festhalten, in diesem Fall sollten »alte Zöpfe nicht abgeschnitten werden«, lautete die klare Haltung von Otto Suckfüll. 1500 Exemplare gehen jährlich in Druck, sie würden finanziell von den Inserenten getragen, gab er zu bedenken. Die Reduzierung auf weniger Ausgaben führe nicht zu Kosteneinsparungen. Eine Digitalisierung kommt jedenfalls in absehbarer Zeit nicht infrage. Mit einem Titelbild aus Gießen und Umgebung sollen die neuen Fünfziger Nachrichten verschönert werden. Hobbyfotografen können ihre Motive im Hochformat beim Gesamtverein einreichen.

Eine schöne Überraschung brachte Manuela Thurm, Vorsitzende des Damenjahrgangs 1965/2015 »Die Goldische«, mit. 600 Euro überreichte sie an die Vereinigungen der Jahre 1970, 1971 und 1972, die wegen der Corona-Pandemie ausgebremst wurden und keine Veranstaltungen durchführen konnten. »Das ist eine nette Art des Herzlich willkommen«, hieß es aus der Versammlung und das Motto der Fünfziger »Gemeinsam statt einsam« werde mit der »genialen Idee« umgesetzt.

Die Vorsitzende formulierte auch einen Spendenaufruf an die Jahrgänge, damit das Startkapital, das sonst durch das »Wäldchesfest« in die Kasse der neuen Jahrgänge fließt, zusammenkommt.

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