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Fernwärmeleitung in Wohnung geplatzt

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Von: Rüdiger Schäfer

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Die Feuerwehr pumpt das Wasser aus der Wohnung durchs Fenster zu einem Abfluss im Keller. Foto: Schäfer © Schäfer

Gießen (rsa). Ein lauter Knall schreckte am Mittwochabend um 21 Uhr die Mieter eines Mehrfamilienhauses in der Franzensbader Straße auf. Gleichzeitig begann der Rauchmelder schrill zu piepen und der Hausflur füllte sich scheinbar mit Rauch. Wie sich später herausstellte, handelte es sich jedoch nicht um Rauch, sondern um heißen Wasserdampf, der aus der Wohnung im Erdgeschoss drang.

Da sich die betroffene Mietpartei im Urlaub befand, musste die Berufsfeuerwehr, die mit elf Personen ausgerückt war, die Wohnungstür aufbrechen. Dabei ergoss sich eine Flutwelle, jedenfalls mehr als nur ein Wasserschwall, auf die Fliesen des Flures und suchte sich den Weg die Treppe hinab in den Keller, wo das Wasser über einen Gully im hinteren Bereich abfließen konnte. Auslöser der nicht unbeträchtlichen Überschwemmung in der Wohnung war eine geplatzte Leitung der Fernwärme in einem Wasserzählerkasten im Flur.

Mit einem C-Schlauch pumpten die Einsatzkräfte das Wasser aus der Wohnung über ein Fenster und die außenliegende Kellertür zum Abfluss. Ein elektrischer Sauger schluckte die letzten Wasserreste. Zurück blieben völlig wassergetränkte Teppiche und im unteren Bereich gelöste Wandtapeten. Vor dem Abpumpen des Wassers wurde die Fernwärmeleitung verschlossen. Und auch der Strom musste abgeklemmt werden.

Druckverlust

Vor Ort waren außer Feuerwehr und Polizei zudem die Wohnbau Gießen GmbH als Vermieterin des Gebäudes sowie die Stadtwerke Gießen (SWG) vertreten. Die geplatzte Leitung in einer Nordstadt-Wohnung hatte sich bei der betreffenden SWG-Leitstelle bereits als Druckverlust im Fernwärmenetz bemerkbar gemacht.

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